[Rezensionsexemplar] Dead hearts can´t love – J. M. Weimer

[Rezensionsexemplar] Dead hearts can´t love – J. M. Weimer

Der Hype auf Vampire ist real und er ist immer noch aktuell! Nachdem ich bei den Twilight-Büchern die Begeisterung für Vampire etwas verpasst hatte und auch bei Vampire Diaries erst sehr spät mit eingestiegen bin, die beiden Reihen aber sehr liebe, war für mich klar, dass ich unbedingt den Roman von Julia Weimer lesen möchte. Der Klappentext klang super spannend und richtig atmosphärisch und da ich Teil des Bloggerteams sein durfte, stieg die Spannung auf diese Geschichte bei mir immer mehr. Und um mein Fazit schon einmal vorwegzunehmen: „Dead hearts can´t love“ ist eine wirklich sehr atmosphärische und starke Liebesgeschichte mit spannenden und mitreißenden Szenen und einer tollen Protagonistin, mit der ich mich sehr identifizieren konnte.

  • Anzahl der Seiten: 250
  • Verlag: Selfpublishing
  • Preis e-book: 0,99 €
  • ISBN/ASIN: B098DS6ZQG
  • Link zum Buch*

»Ich überlegte, ob ich zu der Schönheit hinüber gehen und sie in ein Gespräch verwickeln sollte. Ohne ihre Freundinnen wirkte sie schutzlos, angreifbar. Vielleicht hätte da selbst ein Loser wie ich eine Chance, bei ihr zu landen.«

Seit über 300 Jahren beherrschen Kälte und Blutdurst den Alltag von Loan Ryder und treiben den Vampir regelmäßig in die Bar Drunken Devil. Dort begegnet er Sophia, die mit ihren Freundinnen in die Fänge der Jäger geraten ist. Ihre starke Ausstrahlung erweckt sein Interesse und er will mehr über sie erfahren. Dabei gerät er in das Visier des Ältesten Rates, der ihm ein erschütterndes Geheimnis anvertraut. Ein Geheimnis, das alles verändert. Nun muss er sich entscheiden – für die Liebe oder das Leben …

Loan Ryder ist ein Vampir! Aber wer jetzt sofort an atemberaubend schöne, mächtige, übermäßig starke und anziehende Wesen der Nacht denkt, wird bei Loan nicht fündig. Er ist ein eher schmächtiger, unauffälliger, blasser und unattraktiver Vampir, der durch New York streift und versucht sich mit seinem Vampirleben anzufreunden. Doch so richtig hat das auch in 400 Jahren nicht geklappt. Er lebt ein tristes Leben, hat einen einfachen Job bei einem Bestattungsinstitut, da er mit den Lebenden einfach nicht gut klarkommt und nichts scheint ihm so richtig Spaß zu machen oder begeistern zu können. Bis er auf Sophia trifft. Sie fesselt ihn von Anfang an und lässt ihn in Gedanken nicht mehr los. Er ist fasziniert von ihrer Ausstrahlung und ihrer Begeisterungsfähigkeit. Dabei hat auch sie kein Bilderbuchleben, Zweifel an sich selbst und ihrem Können und fühlt sich nicht immer wohl in ihrem Körper. Doch oder genau deswegen verliebt sich Loan Hals über Kopf in die Unbekannte. Der Vampir fühlt sich schon von Anfang an verändert in ihrer Gegenwart und blüht richtig auf. Das bemerken auch die anderen Vampire um ihn rum, sodass er bald in großer Gefahr schwebt, da er das größte Geheimnis der Vampirwelt durch einen kleinen Funken der Liebe aufdecken könnte. Und dies wollen die Ältesten natürlich um jeden Preis verhindern!

Der Roman „Dead hearts can´t love“ vereint eine emotionale und tiefe Liebesgeschichte mit den spannenden und gefährlichen Leben eines Vampirs in New York und ist somit eine perfekte Geschichte für Alle, die Liebesgeschichten mit einer Prise Übernatürlichem lieben. Ich kann das Buch nur empfehlen. Es hat mich sehr gut unterhalten und mich gefesselt. Ich mochte die Idee des Buches sehr gerne, da es für mich auch etwas ganz Neues und Einzigartiges war und ich die Stimmung und die Liebe im Roman so richtig spüren konnte. Auch wenn es um Vampire und deren Problemchen im Alltag einer normalsterblichen Welt geht, die ich eigentlich immer noch sehr spannend und nicht ausgelutscht finde, steht hier die Liebesbeziehung und deren Folgen im Vordergrund, wodurch die Geschichte viel emotionaler und ruhiger wurde, als andere Vampirgeschichten.

Ein großer Pluspunkt des Romans waren auf jeden Fall die Charaktere. Ich liebe, liebe, liebe Sophia von ganzen Herzen. Sie ist eine sehr ruhige, mitfühlende Person, die jedoch auch zielstrebig sein kann und versucht ihr eigenes Glück zu finden. Dies gelingt ihr zwar am Anfang eher schlecht als recht, doch ich denke jeder Mensch kann ihre Gedanken und Zweifel in dieser Situation nachfühlen und fühlt sich aus diesem Grund gleich mit ihr verbunden. Sie versucht ihr eigenes Leben zu leben und sich nicht für andere zu verbiegen, was ich sehr schön fand und wodurch sie Loan dann vielleicht auch auffällt. Loan ist ein eher pessimistisch eingestellter und am Anfang düsterer Charakter. Er kommt besser mit den Toten klar und kann sich nicht sehr gut mit seinem Vampirleben anfreunden. Obwohl er viele tolle Menschen um sich rum hat, die sich bis zum Ende bemühen Loan zu integrieren, gehört er irgendwie nie wirklich zu einer Gruppe dazu und fühlt sich immer als Außenseiter. Ich persönlich konnte Loan nicht immer nachvollziehen, jedoch sind vieler seiner Wesenszüge sicherlich auch auf das Vampirsein zurückzuführen und umso pessimistischer er am Anfang ist, umso mehr bemerkt man als Leser seine Verwandlung als er sich immer mehr in Sophia verliebt. Er blüht richtig auf und auch seine Gedanken werden heller und optimistischer, bis er am Ende sogar für sich und seine Freiheit kämpft, was mir am Anfang etwas gefehlt hat. Loan Ryder hat zu Beginn alles einfach so hingenommen und wollte nicht wirklich etwas an seiner Situation (mit der er ja offensichtlich nicht glücklich war) verändern. Doch Sophia hat sein gesamtes Wesen verändert und ihn auch zu einem Kämpfer für sein eigenes Glück werden lassen.

Da setzt auch eine kleine Kritik von mir an. Für mich persönlich war die Liebe einfach etwas zu sehr als alles verändernder Faktor vorhanden. Sicherlich war das die gesamte Idee des Romans, jedoch hätte Loan auch schon vorher lernen können, für sein eigenes Glück einzustehen und sich nicht so gehen zu lassen, wie er es getan hat. Die Liebe zu Sophia war sicherlich ein guter Einfluss in die richtige Richtung, doch müsste er jetzt erst einmal sich selbst wieder wertschätzen lernen, bevor er alle seine Daseinsberechtigung nur auf Sophia projiziert. Da bin ich sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird, mit den beiden.

Ein weiterer Aspekt, der mich etwas abgeschreckt hat, waren die Stalker Ambitionen von Loan. Bevor er mit Sophia spricht, schleicht er sich echt oft vor ihre Wohnung oder lauert ihr an anderen Plätzen auf, an denen sie sich oft aufhält. Da hätte das Interesse von Loan etwas anders dargestellt werden können, da es doch schon an Stalking grenzt, was er in diesen Situationen tut. Das war auch mit ein Grund, warum ich Sophia einfach sehr viel mehr mochte als Loan, da sie die Dinge einfach direkt anspricht und sich nicht klein reden lässt, während er eher unbeholfene Annäherungsversuche macht.

Das Cover finde ich sehr gelungen für die Geschichte. Es ist richtig schön gestaltet und hat eine passende Farbgebung. Außerdem ist es doch sehr außergewöhnlich und fällt im Regal oder im Onlineshop auf. Fast genauso toll fand ich jedoch die Innengestaltung des Buches. Der Kapitelbeginn wird immer mit einer wunderschönen Rose markiert und ich war richtig verliebt in die Gestaltung des Buches. Ein großes Lob an die Autorin und die Designerin an dieser Stelle.

Ein weiteres Lob habe ich für den Schreibstil der Autorin. Das Buch war sehr flüssig zu lesen und die Handlung konnte gut verfolgt werden. Ich habe bemerkt, dass die Autorin viele Kleinigkeiten ins Buch bringen wollte, die ihr wichtig waren oder die die Charaktere lebendig und nahbar machen. Ich finde das ist ihr super gelungen und ich habe sehr oft schmunzeln müssen oder mich einfach wohl und verstanden gefühlt, vor allem bei Sophia. Ihre Gedanken spiegeln sicherlich die Gedanken vieler junger Frauen wieder, sodass eine große Sympathie und Mitgefühl entstanden ist. Ein weiterer Pluspunkt waren für mich die Dialoge, die vollkommen natürlich und nicht sehr konstruiert, wirkten.

Abschließend kann ich nur nochmal eine Empfehlung für alle Romantasy-Fans aussprechen. „Dead Hearts can´t love“ ist eine richtig schöne Liebesgeschichte um eine etwas pessimistischen und unbeholfenen Vampir und eine wirklich starke und sehr sympathische Bäckerin, die mich emotional abgeholt hat und mich auf eine schöne Reise mitgenommen hat. Spannende und romantische Szenen haben sich abgewechselt und das Setting und die Figuren waren sehr lebensecht und realitätsnah gestaltet.

Eure Elisabeth

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Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und des Klappentextes und die Möglichkeit Teil ihres Bloggerteams sein zu dürfen.
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