[Werbung] Die Chroniken von Alice: Finsternis im Wunderland – Christina Henry

[Werbung] Die Chroniken von Alice: Finsternis im Wunderland – Christina Henry

Ich bin ein großer Fan von „Alice im Wunderland“. Schon als junges Mädchen fand ich die Serien im Fernsehen super spannend und faszinierend. In den letzten Jahren habe ich immer mehr Alice-Adaptionen, von „Alice im Zombieland“ bis „Dark Wonderland“ gelesen. So war ich auch auf dieses Schätzchen sehr gespannt. Vor allem, weil es wirklich ser gehypt wurde. Trotzdem war ich mir sehr unsicher, ob das Buch mir gefallen würde, da es ja doch eher Horror sein sollte.

  • Anzahl der Seiten: 352
  • Verlag: Penhaligon Verlag
  • Preis: 18,00€
  • ISBN: 978-3764532345
  • Link zum Buch*

Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren quälen. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht. An ihrer Seite ist ihr einziger Freund: Hatcher, der geisteskranke Axtmörder aus der Nachbarzelle. Doch nicht nur Alice und Hatcher sind frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und jagt die beiden. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat

Das Cover hat mich persönlich nicht besonders angesprochen. Man erkennt den weißen Hasen, oder besser das Kaninchen, das man auch aus der usprünglichen Geschichte schon kennt. Mit der Taschenuhr und den langen Ohren wirkt es auf dem Cover schon ein bisschen gruselig und wenig einladend. Auch damit wird es seiner Rolle im Buch mehr als gerecht. Mir persönlich haben aber am meisten die Pfotenabdrücke auf dem Buchschnitt super gefallen. Die waren richtig süß und auch an den Stellen gut gesetzt.

Alice ist eine junge Frau, die schon seit 10 Jahren im Krankenhau, oder eher in der Psychatrie, lebt. Sie wurde nach eine traumatischen Nacht mit einer langen Wunde im gesicht und Blut-, sowie Gewaltspuren gefunden. Nachdem sie immer wieder anfing, von einem Kaninchen zu sprechen, dass ihr das angtan hat, sahen ihre Eltern sich gezwungen, sie in das Irrenhaus in der alten Stadt zu verfrachten. Dort verbringt sie ihre Tage, abgestumpft durch Pulver und alleingelassen in ihrer Zelle.

Doch Alice ist nicht ganz allein. Über ein Mäuseloch hat sie Kontakt zu dem Mann in der Zelle neben an: Hatcher. Er ist wegen einer Gräultat in seiner Vergangenheit in das Krankenhaus gesperrt worden. Ansonsten haben sie keinen Kontakt zur Außenwelt. Auch ihre Familien kommen sie nicht, oder in Alice Fall, nicht mehr besuchen.

Als es den beiden eines Tages gelingt, aus dem Irrenhaus auszubrechen, machen sie sich auf den Weg in ein neues Leben. Doch in der alten Stadt, die durch Gewalt, Mord und Blut gezeichnet ist, ist es für die beiden mehr als Schwer, ein ruhiges Leben zu finden. Vor allem, wenn ein Monster sein Unwesen treibt und unzähligen Menschen das Leben kostet. Alice und Hatcher machen sich, eher unfreiwillig, auf den Weg, um die dunkle Macht zu besiegen, die sie bedroht.

Ich mochte Alice gerne. Man merkt ihr an, dass sie als junges Mädchen „eingesperrt“ wurde und seitdem keinen Kontakt zur Außenwelt hatte. Dadurch wirkt sie, gerade zu Beginn der Handlung, noch sehr naiv und gutgläubig. Sie selbst merkt auch an, dass sie eigentlich gar nicht weiß, wer sie ist, da sie so früh so abgeschottet wurde. Ihre Erinnerungen sind auch getrübt, sodass sie sich nicht erinnert, was genau in jener Nacht geschah, als sie mit Dor in die alte Stadt ging. Auch Hatcher erinnert sich nicht mehr wirklich an seine Vergangenheit.

Die beiden bilden ein wirklich gutes Team. Irgendwie ist da etwas zwischen ihnen, aber so richtig lies es sich für mich nicht fassen. Trotzdem fand ich die Beziehung zwischen den beiden sehr spannend. Hatcher ist ein spezieller Charakter, den man mögen muss und auf den man sich einlassen sollte. Er wirft einen mehr als nur einmal in einen Zwiespalt.

Henry schafft es, eine durchweg spannende Geschichte zu schreiben. Sie verbindet Fantasyelemente (Zauberer) mit klassischen Elementen aus der bekannten Alice-Reihe (Grinser, Raube, Jabberwock). Für mich war es auch nie zu brutal, da ich persönlich nicht fand, dass es äußerst detaillreich beschrieben wurde, wenn jemand starb (und es sterben viele). Klar, es ist düster, teilweise unmenschlich und bedrückend, aber für mich nicht so schlimm, wie ich dachte, dass es werden würde, als ich laß, dass es eine Horrorgeschichte sein soll.

Ich persönlich finde, dass das Buch eventuell für manche Menschen Triggerwarnungen gebraucht hätte. Da gerade das Thema Vergewaltigung öfter aufkommt, sollte man hier Betroffene Personen warnen.

Ich fand die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Vor allem aber das Ende fand ich sehr überraschend und doch passend. Die ganze Zeit passiert viel und vor allem auch blutiges, sodass ich das ruhige Ende mit dem überraschenden Ende schon sehr genossen habe.

„Die Chroniken von Alice“ sind eine düstere und doch sehr brutale Neuerzählung der ursprünglichen Alice im Wunderland-Geschichte. Mir persönlich hat sie wirklich richtig gut gefallen. Ich könnte für mich jetzt nicht agen, dass es wirklich Horror gewesen sein soll. Da habe ich mit deutlich schlimmeren gerechnet. Für manche könnte am Anfang eine Triggerwarnung fehlen. Mich konnten Alice und Hatcher von der ersten Seite an fesseln. Ich mochte die beiden sehr gerne und bin schon gespannt, wie es mit ihnen weitergehen wird.

Eure Michelle

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