[Werbung] Kellywood 1: V is for Virgin – Kelly Oram

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„V is for Virgin“ von Kelly Oram ist ein Buch aus dem One Verlag, dass ich eigentlich nie lesen wollte. Die Meinungen zu dem Buch gehen stark auseinander und ich hatte keine Lust, von dem Buch enttäuscht zu werden, da ich doch mehr negative als positive Dinge darüber gehört habe. Aber was soll ich sagen? Ich bin froh, dass ich mir selbst ein Bild von der Geschichte gemacht habe.

  • Anzahl der Seiten: 336
  • Verlag: One Verlag
  • Preis: 12,90€
  • ISBN: 978-3-8466-0098-6
  • Link zum Buch*

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, wird die Siebzehnjährige landesweit unter dem Namen Virgin Val bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als dann auch noch Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Leadsänger der Band Tralse hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Doch mit einer Sache hat Kyle nicht gerechnet: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen …

Das Cover fand ich persönlich schön. Es sagt zwar nicht ganz so viel über die Story aus, aber das ist bei den ganzen New Adult Romanen derzeit der Fall. Von daher fand ich es hier auch ganz passend.

Die Geschichte dreht sich um die 17-Jährige Valerie, deren Freund mit ihr Schluss macht, als sie ihm eröffnet, dass sie bis zur Ehe mit dem Sex warten will. Daraufhin beginnt für Val ein Spießrutenlauf in der Schule, die sie zu einer sozialen Außenseiterin macht, bis sie sich wehrt. Sie wird als Virgin Val bekannt und berühmt.

Ich weiß, dass viele das Buch nicht mögen. Es gibt einige Punkte, die ich hier in meiner Rezension ansprechen möchte. Als erstes möchte ich noch sagen, dass es meine persönliche Meinung ist. Andere Leser*innen können das wieder ganz anderes interpretieren und empfinden! 🙂

Val war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist ein junges, selbstbewusstes Mädchen, dass für ihre eigenen Meinung einsteht und diese auch vertritt, wie sie eindrucksvoll beweist. Sie möchte sich bis zur Ehe aufheben, das steht für sie fest. Nachdem sie von ihren Mitschülern deswegen gemobbt wurde, gründet sie eine Organisation bzw. eine Challenge, die auch andern Menschen helfen soll, Jungfrau oder abstinent zu bleiben, wenn sie dies wollen.

Und genau da sind wir bei einen Punkt, den viele kritisiert haben: Val würde andere abwerten bzw. beleidigen, wenn sie Sex haben, als Schlampe bezeichnen und ihnen ihre Lebensweise aufdrängen. Dazu kann ich nur sagen: Nein, einfach nein. Für mich kam es nicht einmal so rüber als würde sie andere verurteilen, nur weil diese einen anderen Weg gehen als sie. Das einzige Mal als sie beleidigend wird, ist nicht, weil sie grundsätzlich etwas gegen die Einstellung des Mädchens hätte, sondern weil sie die Art und Weise, sowie die scheinheilige Art nicht akzeptierte. Vielmehr war Val für mich schon sehr weit und aufrichtig für 17 Jahre. Nicht einmal hat sie jemanden bekehrt oder ihre Meinung aufgezwungen. Eher hat sie die Möglichkeit bzw. Option einer anderen Wahl gelassen.

Denn darum geht das ganze Projekt doch. Es soll denen helfen, die noch nicht bereit für Sex sind, dazu zu stehen und sich nicht zu etwas drängen zu lassen, wozu sich noch nicht bereit und sicher zu fühlen. Es geht daraum, denen, die es zu früh getan haben, Sicherheit zu geben, dass sie keinen Sex haben müssen, wenn sie es nicht wollen. Und das ist eine Message, die so wichtig ist und vielen helfen kann. Sex soll etwas Schönes sein, wozu man sich bereit fühlt und nicht gedrängt werden sollte. Das zeigt Valerie auf eine reife Art und Weise für so ein junges Alter.

Natürlich wird die ganze Sache ein bisschne sehr aufgebauscht, das stimmt. Aber das ist nun nichts wirklich neues bei solchen Romanen. Und wahrscheinlich ist Val auch nicht die einzige Jungfrau mit 17 Jahren. Alles ein bisschen übertrieben, was aber der küstlerischen Freiheit der Autorin zusteht. Und es ist ja nicht so, als wären die Geschichten anderer LYX-Bücher nicht auch vollkommen übertrieben. 😉 Für mich hat das Buch absolut nichts mit Slut-Shaming zu tun. Hier wird eine Alternative gezeigt, die anderen helfen kann, aber niemand wird abgewertet, nur weil er sich dagegen entscheidet.

Kyle, der mutmaßliche Love-Intrest der Reihe bleibt hier sehr blass und zeigt sich eigentlich nur mit einem übertriebenen Rockstargetue und einem Ego, das größer als er selbst ist. Dem Guten sollte man mal beibringen, dass Nein wirklich Nein bedeutet. Auch für einen Rockstar wie ihn. Er versucht eigentlich in einer Tour, Val ins Bett zu bekommen, große um etwas anderes geht es ihm scheinbar wirklich nicht.

Man sollte anmerken, dass das Buch nicht mit einer großen Liebesstory punktet. Aber für mich war das nicht schlimm. Man hat kleine Momente in denen es knistert, aber die Lovestory steht nicht im Mittelpunkt. Viel eher begleiten wir ein junges Mädchen, dass den Weg zu sich selbst findet und dadurch noch anderen hilft.

P wie provokant, k wie kontrovers. So kann man das Buch kurz und knapp beschreiben. Mir hat es sehr gut gefallen. Eine wichtige Message, die wahrscheinlich vielen helfen kann. Der Schreibstil war super flüssig zu lesen, sodass ich durch die Seiten geflogen bin.

Eure Michelle

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