[Rezensionsexemplar] Das Mal der Götter: Berufen – Francesca Peluso

[Rezensionsexemplar] Das Mal der Götter: Berufen – Francesca Peluso

»Berufen« ist der erste Teil der Mal-der-Götter-Dilogie von der Debütantin Francesca Peluso. Es handelt sich dabei um einen urbanen Romantasy-Jugendroman, der mit High-Fantasy-Elementen aufwarten kann und in dessen Zentrum Celeste, eine von den Göttern ausgewählte Priesterin, steht.

  • Anzahl der Seiten: 276
  • Verlag: Impress
  • Preis: 3,99 €, derzeit e-Book only
  • ISBN: 978646605723
  • Link zum Buch*

»Die Götter geben dir nicht die Menschen, die du willst. Sie geben dir Menschen, die du brauchst.«
Im Land Sirion erwählt der Sonnengott alle fünfzig Jahre einen neuen König. Dessen Pflicht ist es, sich eine Braut aus dem Kreis der Priesterinnen zu nehmen, um dem Land Frieden und Wohlergehen zu schenken. Die sture Celeste ist eine von ihnen, sie möchte jedoch keinen wildfremden Mann heiraten und ihre Freiheit aufgeben. Sogar wenn der neu berufene Sohn der Sonne niemand Geringeres ist als der gut aussehende Fremde, der ihr kurz zuvor bei einem Angriff das Leben gerettet hat. Auch Nathaniel ist wenig begeistert von seiner Rolle im Spiel der Götter. Nichtsdestotrotz müssen die beiden ihre Bestimmung akzeptieren. Denn das Königreich wird bedroht und nur mit vereinten Kräften können sie dessen Bewohner schützen…

Mittlerweile wisst ihr, dass mein Herz bei Göttergeschichten höherschlägt. »Berufen« musste nicht nur deshalb unbedingt auf meine To-Read, sondern auch weil ich gerne die Potenziale von Debütautoren von Anfang an verfolgen will. Also fackelte ich nicht lange, zog mir das Buch auf den Reader und las die ersten Seiten.

Damit kommen wir auch direkt zum Schreibstil der Autorin. Francesca Peluso schreibt wirklich angenehm. Ihre Wortwahl ist leicht, passend für einen Jugendroman, aber dennoch nicht zu leger für eine in Richtung High Fantasy schlagende Geschichte.

Auch die Charaktere haben mir gefallen. Die Protagonistin Celeste war nicht perfekt, was sie in meinen Augen umso besser gemacht hat. Ecken und Kanten gehören dazu. Und auch der Protagonist besticht durch seine Makel. durch seine eigene Art und auch durch seine sanften Seiten. Das Charakterbuilding ist Francesca definitiv gelungen, ebenso wie das Worldbuilding um die Götter und die Legende zu dem Land Sirion. Man spürt die Magie richtiggehend.

Das war’s dann aber auch leider schon. So toll die Idee der Geschichte ist, die Umsetzung ist eher mangelhaft. Man hat das Gefühl, man liest Seite um Seite, ohne dass überhaupt irgendwas passiert. Es kommen auch nicht so viele Charaktere vor, dass man sagen könnte, der erste Band würde in die Welt und die Protagonisten einführen. Der einzige Grund, weshalb ich nicht abgebrochen habe, ist ehrlich gesagt der angenehme Schreibstil, der die Seiten ordentlich gefüllt hat.

Auch das Ende des Buchs erschien irgendwie abrupt und unvollständig. Der Cut scheint eher ungewollt als geplant, wodurch man sehr unbefriedigt aus der Geschichte geht. Ein Cliffhanger, der dazu animiert weiterzulesen, sieht leider anders aus.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass der Dilogie die Zusammenfassung in einen Einzelband und entsprechend eine deutliche Kürzung wesentlich besser getan hätte. »Berufen« hat zwar durch tolles Worldbuilding und einen wirklich fantastischen Schreibstil geglänzt, aber die Geschichte selbst war mehr als zäh und unspektakulär. Aus dem Thema hätte man eindeutig mehr rausholen können.

Eure Caro

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Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.