[Rezensionsexemplar] Vicious: Das Böse in uns – V.E. Schwab

[Rezensionsexemplar] Vicious: Das Böse in uns – V.E. Schwab

„Vicious: Das Böse in uns“ von V.E. Schwab erschien schon 2014 im Englischen und hat es nun auch endlich zu uns nach Deutschland geschafft. Das englische Cover hat mich damals schon sehr angesprochen, jedoch war ich mir sehr unsicher, ob es mir gefällt, da ich nicht so der Thriller-Leser bin. Wenn auch euch das abgehalten hat, dieses Schmuckstück aus dem Fischer Tor zu lesen, kann ich euch nur raten, es doch zu lesen, weil es, ACHTUNG SPOILER, nicht so blutig ist, wie alle sagen. Also finde ich und ich bin ein ganz schöner Weichling.

Broschur:  400 Seiten
Verlag: Fischer Tor
Sprache: Deutsch
Übersetzerin: Petra Huber, Sara Riffel
Preis : 16,99€
ISBN: 978-3596705030

Klappentext

Victor Vale und Eli Ever wollen sterben. Allerdings nicht, um tot zu bleiben, sondern um mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder aufzuerstehen. Als junge, brillante Medizinstudenten wissen sie genau, was sie tun. Sie planen das Experiment minutiös ­? und haben Erfolg: Beide kommen verwandelt wieder ins Leben zurück. Eli entwickelt eine erstaunliche Regenerationskraft und wird praktisch unsterblich, Victor kann anderen Schmerz zufügen oder nehmen.
Was sie nicht unter Kontrolle haben, ist die Tragödie, die durch ihr Experiment ausgelöst wird. Denn Superkräfte allein machen keine Helden …

Meine Meinung

Das Cover ist passend gewählt und zeigt wahrscheinich Victor Vale auf seinem Rachefeldzug gegen seinen ehemaligen besten Freund, Eli Ever. Mir gefällt es gut, da es Victor, nach der Beschreibung im Buch, sehr gut wiederspiegelt. Es wirkt gefährlich, ein bisschen blutig und sehr rot. Es vermittelt irgendwie, dass das Bch kein FriedeFreudeEierkuchen-Buch wird, sondern es durchaus härter zugehen wird. Wobei auch das englische Cover echt schön ist!

Victro Vale trifft man oft mit einem schwarzen Finliner über den Selbsthilferatgebern seiner Eltern an. Am Anfang wirkt er sehr unscheinbar, auch wenn er sympathisch erscheint. Er ist ergeizig und ein bisschen schräg vielleicht. Er studiert Medizin an der Lockland University und trifft dort auch auf seinen späteren besten Freund Eli Cardale, später Eli Ever. Auch er ist sehr ehrgeizig. Er ist auch derjenige, der das Them EOs, ExtraOrdinäre, als Abschlussarbeit schreiben will.

Als Victor davon erfährt ist er ganz schön genervt, wenn man nicht sogar eifersüchtig sagen kann. Er hat keine Lust nur nebenbei zu stehen, während ELi den ganzen Ruhm einheimst. Als dieser entdeckt, dass man eine Nahtoderfahrung braucht, um ein EO zu werden, ist Victor sofort bereit, dies auszutesten. Koste es, was es wolle. So nimmt ein gefährliches Spiel seinen Lauf.

Wie es nun dazu kommt, dass die ehemals besten Freunde sich nicht mehr so sehr mögen, müst ihr selber rausfinden. Auch was es mit Selena, Sydney und Mitch auf sich hat, gilt es zu ergründen. 🙂

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Die Autorin lässt die Charaktere lebendig werden. Zwischendrin hat es sich ein bisschen gezogen, da ist die Handlung vor sich hingeplätschert, aber das fand ich nicht schlimm. Durch die verschiedenen Sichtweisen und die Orts-, sowie Zeitwechsel haben sich immer mehr Puzzleteile zusammengeschlossen, bis sie ein vollständiges Bild ergeben haben. Das fand ich ziemlich cool.

Die Charaktere waren mir fast alle sympathisch. Gerade Victor, der schon ein bisschen psychohaft rüberkommt, ist noch nicht Psycho genug, dass man ihn hassen würde. Gerade sein Umgang mit Mitch oder Sydney machen ihn wirklich liebenswürdig.

Die Idee hinter dem Buch fand ich neu und spannend. Sowas habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Ich konnte kaum aufhören mit lesen, so gut hat es mir gefallen. Dabei wird die Idee auch wissenschaftlich belegt, sodassman sie nachvollziehen kann. Ob es in der Realität wirklich funktionieren könnte, ist natürlich nochmal eine andere Sache. 🙂

Ich habe bei vielen gelesen, dass es ein blutiger Rachethriller ist. Ich weiß nicht, ob ich dem wirklich zustimmen würde. Ich finde schon, dass sich viel um Rache dreht und das Buch ist auch spannend geschrieben. Es sterben auch einige, keine Frage, aber es ist nun nicht so blutrünstig wie manch anderer Thriller oder sogar manch ein Tatort. Victor überzeugt grundsätzlich mit Köpfchen nicht mit blutigen Massakern.

Fazit

Victor ist ein Genie, wie es im Buche steht. Mit ein biscshen Psycho gemischt, überzeugt er im Buch durch sein Köpfchen. Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Auch wenn das Buch zwischenzeitlich so ein bisschen vor sich hinplätschert tut es der Spannung keinen Abbruch. Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen. Ich bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt, der am 29. April 2020 erscheinen wird. Die Leseprobe hat schon mal neugierig gemacht.

Eure Michelle

PS: Ich bedanke mich beim Fischer Tor Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar.
Das Rezensionsexemplar hat meine Bewertung jedoch in keinem Punkt beeinflusst.

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Werbung, da Markennennung und es ein kostenloses Rezensionsexemplar ist.
Bilder bzw. die Cover und Klappentext werden von Fischer Tor bereitgestellt.