[Rezensionsexemplar] Aschenglitzer – B. E. Pfeiffer

[Rezensionsexemplar] Aschenglitzer – B. E. Pfeiffer

Mit »Aschenglitzer« kommt eine weitere Märchenadaption auf den Markt. Aber der Beititel, »Kein Herzenswunsch ohne Feerich«, zeigt schon, dass man hier nicht nur ein Märchen, sondern auch Witz und Charme erwarten darf. Im Zentrum steht die junge Prinzessin Alessandra, die zusammen mit Rosalinda und Nathaniel jedem Klischee zu entkommen versucht.

Taschenbuch: 326 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
VT: 14. Juni 2019
Sprache: Deutsch
Preis: 4,99 € (ebook)/14,90 € (Taschenbuch)


Der Klappentext

Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Oder an Wunschfeen, die Herzenswünsche erfüllen?

Prinzessin Alessandra glaubt in erster Linie daran, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte. Sie möchte nicht von einer Fee abhängig sein oder auf den edlen Prinzen in glänzender Rüstung warten, der sie und ihren Vater rettet. Stattdessen ist sie bereit, jedes Risiko einzugehen, um den König vor dem Tod zu bewahren. Dass sie dabei nicht nur einen Drachen, sondern auch noch den Stallburschen Nathaniel und dessen Wunschfeerich an ihrer Seite hat, könnte ihre Aufgabe leichter gestalten. Könnte … denn Nathaniel und sie verbindet eine ganz besondere Magie, die sie erst noch akzeptieren müssen. Und selbst dann ist es nicht sicher, ob sich ihre Geschichte wirklich zum Guten wenden kann.


Die Charaktere

Alessandra – Unsere wunderschöne Prinzessin. Glamourös, elegant und stets gehorsam … Ähhhm, Moment. Falsches Märchen. Sorry, noch mal von vorne. Unsere wunderschöne Prinzessin, nicht ganz so glamourös, eher ein wenig eigensinnig, aber dafür wirklich ganz bezaubernd. Was ich damit sagen wie: Sie ist nicht die 0815-Prinzessin, die man aus Märchen kennt, und das macht sie einfach unglaublich sympathisch. Ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften, sie kann auch mal gut Nein sagen und weiß, was sie will. Mein Vater hat sich früher immer beschwert, dass Mädchen mit Märchen keine guten Vorbilder bekommen. Ich denke, mit Alessandra wäre er mehr als zufrieden 😉

Nathaniel – Unsere Cinderella ist wirklich ein ganz bezauberndes Geschöpf <3 Nur dass sie … männlich ist. Aber wir wollen ja nicht engstirnig sein. Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert 😉 Zurück zum Ernst der Sache. Er ist wirklich arm dran. Typisch Stiefmonster eben, denn rein charakterlich hätte er das wirklich nicht verdient. Nate ist ein loyaler junger Mann, der ehrliche und harte Arbeit macht. Und die Gesellschaft der Wunschfeen sieht das genauso wie ich.


Meine Meinung

Okay, ich gebe es wirklich zu. Ich war am Anfang ein wenig skeptisch wegen einer pinken Wunschfee. Jaaaa, ich weiß, engstirnig und so. Seit ich mir Rosalina aber irgendwie mehr wie Dwayne Johnson vorstelle, hat das ganze richtig gute Züge für mich angenommen 😀

Ich muss hier wirklich mal wieder betonen, wie unglaublich vielseitig B. E. Pfeiffer ist. Wir halten kurz fest: Sie hat einen High-Fantasy-Epos veröffentlicht, den ich liebe. Sie hat eine New-Adult-Romantasy-Geschichte auf den Markt gebracht und jetzt haut sie doch knallhart eine Märchenadaption der ganz anderen Art hinterher. Wie krass ist das bitte? Und ihr Schreibstil … Ich kann nur sabbern. So perfekt getroffen. Märchenhaft, leicht, locker-flockig. Ich habe sonst immer Regina Meißner für ihren märchenhaften Schreibstil gelohnt. Sorry, Regina, Bettina hat dich gerade abgelöst. Sie trifft die Stimmung und die Wortwahl einfach immer auf den Punkt.

Die Charaktere sind einfach himmlisch. Ich liebe Sidekicks, wir ihr alle wisst. Wie könnte ich also Darbur, den »kleinen« Drachen, der Alessandra mit Rat und Tat zur Seite steht, nicht absolut vergöttern? Er ist klug, aber eben auch noch ein bisschen kindlich. Er ist ja auch noch ein Drachenkleinkind. Und Rosalinda – wie gesagt, in meinem Kopf hat er Dwayne Johnsons Aussehen bekommen – ist wirklich einmalig. Ein Feerich, der den Dresscode der Wunschfeen mit Stolz trägt. Und ja, er ist vielleicht ein paar mal zu oft auf den Kopf gefallen, aber er hat ein gutes Herz 😀 Es gibt so viele Charaktere, die hier aufgezählt werden müssten, das geht nicht. Wirklich, sie sind alle unglaublich gut ausgearbeitet.

Der wichtigste Teil ist aber natürlich die Geschichte. Einzelbände und ich werden nur selten Freunde, weil mir oft die Tiefe in den Charaktern fehlt. Hier ist das auch der Fall, aber nur bedingt. Durch die leichte Art wird diese Märchenadaption für mich ein locker-leichter Band, der meine Laune an einem Regentag fesselt und hebt. Er muss gar nicht so sehr in die Tiefe gehen, denn er unterhält ungemeint gut. Generell habe ich das Gefühl, hier zwischen Cinderella und Alica im Wunderland (oder hinter den Spiegeln? ;)) gefangen zu werden – und ich liebe diese Märchen! Die Geschichte entwickelt sich in einem tollen Tempo, das einen nicht aus der Hand lässt. Must-Read? Ja! Zumindest für Fans von Märchenadaptionen.


Alles in allem ist »Aschenglitzer« ein unglaublich unterhaltsamer Roman, der mit seinem märchenhaften Schreibstil besticht. B. E. Pfeiffer hat mit der Charakterdarstellung ganze Arbeit geleistet und für mich ein Highlight in der Welt der Märchenadaptionen geschaffen.

4,5 von 5 Sternen!

Eure Caro


Ich bedanke mich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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