Fantasy

[Rezensionsexemplar] Der Fluch der 6 Prinzessinnen: Eispalast – Regina Meißner

5. April 2019

Mit »Eispalast« sind wir im vierten Teil der Reihe rund um die Prinzessinnen von Brahmenien angelangt. Neben der Adaption zur Schneekönigin verbringt man hier seine Zeit mit den Zwillingen Genvieve und Penelopé. Wie immer ist der Teil unabhängig von den anderen Bänden lesbar.

Eispalast – Regina Meißner

Taschenbuch: ca. 480 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
VT: 29. März 2019
Sprache: Deutsch
Preis: 4,99 € (ebook)/14,95 € (Taschenbuch)

 

Der Klappentext

Zwei Seelen, getrennt und verirrt. Der Weg durchs ewige Eis wird von Federn getragen …
So beginnen die Flüche der Zwillingsschwestern Penelopé und Genevieve, welche die beiden Prinzessinnen in ewige Kälte verbannt haben. Während Genevieve auf eigene Faust versucht, einen Weg durch die eisige Einöde zu finden und ihren Fluch zu brechen, erhält Penelopé eine Gelegenheit, die ihr helfen könnte, ihr Rätsel zu lösen. Oder ist es Zufall, dass ausgerechnet sie vom Schneekönig in den Eispalast eingeladen wird, der normalerweise keinem Menschen zugänglich ist?

 

Die Charaktere

Penelopé – Auf mich wirkt Penny, wie sie auch genannt wird, wie ein Mädchen, das sich recht gut mit ihrer neuen Situation abgefunden hat. Der Fluch hat sie in die eisige Einöde von Frigus verfrachtet, wo sie als Bäckerin/Köchin in einem Herrenhaus arbeitet und eigentlich mehr oder weniger zufrieden wirkt, würde sie nicht ihre Familie schmerzlich vermissen. Die Prinzessin ist ein sehr aufgeschlossenes, aber nicht unbedingt naives Mädchen. Ihr Ziel hat sie klar im Blick und nutzt die Chance, den Fluch zu lösen, als sie ihr aufgetan wird: Sie hat die Möglichkeit, in das Schloss des Schneeskönigs zu gelangen, das mit ihrem Rätsel zusammenzuhängen scheint, indem sie an einer Brautschau teilnimmt, da Kjell, der Schneekönig, eine Gefährtin an seiner Seite sucht.

Genevieve – Genevieve ist der Zwilling, der von seiner Mutter die Magie vermacht bekommen hat. Und damit hat sie schwer zu kämpfen, weshalb sie ihren Weg alleine sucht. Vom Charakter her ist sie melancholischer als Penny, aber irgendwie auch deutlich ehrgeiziger. Zumindest in meinen Augen. Ginny versucht selbst das Unmögliche, um ihren Fluch zu brechen. Ansonsten hat sie nicht wirklich viel Interaktion mit Menschen, wird aber von der Schneeeule Libella begleitet, die sie wirklich liebt. Allerdings hat die liebe Ginny ihre eigenen Lasten zu tragen.

 

Meine Meinung

Bisher habe ich den Büchern von Regina Meißner immer sehr entgegengefiebert. Ich liebe ihre Art, Märchen zu erzählen, wirklich abgöttisch. Sie hat dieses gewisse Verspielte, das es so wunderschön magisch und eben märchenhaft wirken lässt. Also Was Eispalast ein absolutes Muss für mich. Leider wurde ich dieses Mal ziemlich enttäuscht.

Wie schon eben erwähnt liebe ich den Schreibstil der Autorin. Und auch in »Eispalast« bleibt sie ihrer Art zu schreiben treu. Es war wirklich schön zu lesen, ein angenehm weicher, liebevoller Stil, der mich auch schon in den Büchern zuvor begeistert hat.

Die Charakterer selbst empfinde ich auch als sehr angenehm. Ginny und Penny sind zwei Mädchen, die es einem prinzipiell leicht machen, sie zu mögen. Mir persönlich hat das Melancholische von Ginny ein wenig besser gefallen, dafür ist Penny aber das Feel-Good-Mädchen. Auch der Schneekönig ist ein recht angenehmer Geselle, von dem ich mir aber ein wenig mehr Tiefe erwartet hätte. Pale, den ihr im Laufe des Buches kennenlernen werdet, ist sehr schwer einzuschätzen. Ein bisschen der Sad-Boy (ja, kein Bad-Boy :D), weshalb er aber einer gewissen kleinen Rothaarigen eigentlich ganz gut zu Gemüte steht. Auf jeden Fall hat er mich mehr überzeugt als Kjell.

So weit so gut. Was mich so enttäuscht hat? Die Adaption. Die Schneekönigin ist für mich ein sehr einprägsames Märchen, das viel Tiefe hat. Die Splitter, die die Menschen verändern, waren für mich früher schon Metaphern für den Einfluss eines Menschen auf andere und sind für mich für diese Adaption unerlässlich gewesen. Leider wurde ich hier enttäuscht. Die Geschichte, die Penny beim Schneekönig erlebt, hat absolut nichts mit dem Märchen gemeinsam. Gut, bis auf den Namen. Ansonsten gleicht es mehr einer Adaption an Selection mit der Brautschau. Für Menschen, die diese Bücher mochten, ist »Eispalast« also wirklich empfehlenswert, ich persönlich fand es einfach wenig kreativ von Regina – vor allem weil ich wirklich so tolle Geschichten von ihr gewohnt bin, die wirklich innovativ waren bisher. Vielleicht habe ich zu viel erwartet.

Die Geschichte, die wir mit Ginny erleben, ist dagegen deutlich besser im Vergleich. Ich mag Ginnys inneren Zwiespalt, ihre Gedanken, ihren Ehrgeiz. Für mich ist sie defintiv die Heldin der Geschichte. Leider gab es auch hier eine kleine Parallele aus einem sehr bekannten Roman, die ich aber nicht spoilern möchte. Mich hat sie gerade im Hinblick auf die Selection-Adaption einfach zu sehr gestört.

Mein Trost: Das Ende. More Drama, bitte! Ich bin gespannt, was Regina daraus im abschließenden Band der Prinzessinnen-Reihe macht.

Für alle Leser, die kein Problem mit Selection hatten und die es auch nicht stört, wenn es adaptiert wird, kann ich »Eispalast« wärmstens empfehlen. Ich wurde hier leider stark von der Geschichte, die ich einfach nicht als kreativ empfand, enttäuscht. Trotz allem kann ich für den tollen Schreibstil und die schönen Charaktere nur Lob für die Autorin aussprechen.

3 von 5 Sternen

Eure Caro

 

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
* Der Link führt euch auf die Seite des Verlags, damit ihr das Buch kaufen könnt!
Werbung, da Markennennung
Bilder und Klappentext wurden vom Verlag bereitgestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.