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[Rezension] Countdown To Noah: Gegen Bestien – Fanny Bechert

4. November 2018

»Countdown to Noah« ist ein dystopischer Endzeit-Roman, in dem die junge Cassidy Dawson um das Überleben ihrer Schwester kämpft. In einer Welt, die von Menschen beherrscht wird, die von einem Virus befallen wurden, ist Daniel ihre einzige Hilfe.

Countdown To Noah: Gegen Bestien – Fanny Bechert

Taschenbuch: ca. 300 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
VT: 17. September 2017
Sprache: Deutsch
Preis: 6,99 € (ebook)/12,95 € (Taschenbuch)

 

Der Klappentext:

In einer Welt, in der Menschen zu wilden Bestien – sogenannten Noahs – mutieren, zählt für die siebzehnjährige Cassidy nur, ihre kranke Schwester zu beschützen. Als sie dabei von einem Noah gebissen wird, bleiben ihr noch genau dreißig Tage, eh sie selbst zu einem Monster wird. Nur mit der Hilfe des Rebellen Daniel hat sie eine Chance, rechtzeitig Medizin zu beschaffen. Aber wer hilft schon einer tickenden Zeitbombe, deren kleinste Berührung zur eigenen Ansteckung führen kann?

 

Die Charaktere:

Cassidy – Sie ist die Protagonistin der Geschichte. Sie ist die, die eine Noah wird. Und sie ist die, die nur noch 30 Tage hat, maximal, um ihrer kleinen Schwester ein Leben in Sicherheit zu verschaffen. Cassidy ist ein Teenager, der die Verantwortung für ihre kleine Schwester zugefallen ist. Das macht sie natürlich auf der einen Seite wirklich tough, aber man merkt ihr trotzdem immer wieder an, dass sie eben doch nur das ist: ein Teenager. Es gibt so vieles, das ihr in ihrem Leben noch nicht vergönnt war  – und auch nie vergönnt sein wird. Sie ist eine sehr authentische Protagonistin, die Fehler hat, hin und wieder verzweifelt, aber dennoch nie ihr Ziel aus den Augen verliert.

 

Meine Meinung:

Ich bin ehrlich, ich habe die Bücher schon eine Weile bei mir und habe mich die ganze Zeit nicht getraut, weil ich Angst vor dem Ende habe. Habe ich auch immer noch, aber meine Neugierde war größer. Und ganz ehrlich, selbst wenn das Buch ein ungutes Ende haben sollte, solltet ihr dieses literarische Kunstwerk auf keinen Fall verpassen.

Der Schreibstil von Fanny Bechert ist wirklich grandios. Wir erfahren den Countdown, bis Cassy eine Noah wird, aus der Ich-Perspektive. Und das ist so unglaublich emotional. Fanny schafft es wirklich, dass ich mich fühle, als wäre ich Cassidy. Ihre Verzweiflung, ihre Angst, ihre Liebe. Ihre Schmerzen. Und dabei wird sie nicht ausschweifend, sie bringt die Dinge für mich auf den Punkt. Kein Drumherumgerede, aber eben auch nicht platt. Es ist einfach absolut stilvoll geschrieben, jugendlich, und man versetzt sich so gut in die Protagonistin hinein.

Die Charaktere selbst sind sehr schön gestaltet. Zum einen Cassy, dann aber auch noch Daniel, der so abweisend und ars*hig ist. Ein Kerl, den man hasst und gleichzeitg liebt. Und der Cassidy total den Kopf verdreht. Jefferson, der eigentlich der klassische Womanizer ist, von dem ich aber irgendwie glaube, dass auch er einen verdammt weichen Kern hat. Und Rita, die irgendwie Cassys Rivalin ist, aber irgendwie auch ihre beste Freundin. Die vier harmonieren super und es tritt immer wieder Zwist auf, wie es in so einer Gruppe bei einer selbstmörderischen Aktion einfach sein sollte.

Die Geschichte selbst ist phänomenal. Der erste Band hat zwar durchaus blutige Szenen, aber er ist nicht blutrünstig. Der Fokus liegt ganz klar auf Cassidy und ihrer Verwandlung – äußerlich und innerlich. Auf ihren Gefühlen, auf ihrem Ziel. Und das hat mir wirklich gut gefallen. Genau so hatte ich es mir vor dem Lesen erhofft. Und natürlich auch auf der kleinen Lovestory, die so komplett auswegslos erscheint. Und wahrscheinlich sogar ist, schließlich wurde bisher kein Heilmittel für die Infizierten entdeckt. Die Geschichte ist spannend, aber dabei nicht gefühlskalt. Oft sind es auch einfach die emotionalen Szenen, die so spannend sind. Ich hätte nie gedacht, dass mich eine »Zombie«-Apokalypse so emotional berühren könnte (ja, ich weiß, dass Noahs keine richtigen Zombies sind ;)). Und dann das Ende. Mein einziger Gedanke zu den letzten zwei Absätzen: »Shit.« Einfach nur shit. Das ist ein Cliffhanger, der die Bezeichnung wirklich verdient hat. Man blättert um und denkt sich: WAS?! Zur Hölle, wie soll das enden?

Kurzum: »Countdown to Nah: Gegen Bestien« ist ein dystopischer Roman, der emotional mit Verzweiflung, Liebe und einer starken Protagonistin aufwarten kann, Spannung mitbringt, die das Herz rasen lässt, und irgendwie auch die Gedanken um das Thema Was-wäre-wenn kreisen lässt. Ich bin schockverliebt und Fanny wird mir mit Band 2 garantiert das Herz brechen …

Eure Caro

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