Fantasyepos

[Rezensionsexemplar] Goddess 1: Ein Diadem aus Reue und Glut – Andreas Dutter

6. September 2018

eBook: 315 Seiten
Verlag: Impress
VT: 02. August 2018
ASIN: B07FCP2FK4
Sprache: Deutsch
Preis: 3,99€n (eBook)

Der Klappentext:

**Gewinne die Hand des Prinzen oder du zerfällst zu Staub…**
Laneas Leben verläuft nicht sonderlich erfolgreich, abgesehen davon, dass sie die beste Bogenschützin ihres Vereins ist. Ansonsten nerven ihre Adoptiveltern und sie fühlt sich nirgendwo zugehörig. Doch das ändert sich schlagartig, als eines Tages ein gut aussehender Typ namens Cliff vor der Tür steht und ihr offenbart, dass sie die Tochter der ozeanischen Vulkangöttin ist. Er als ihr Ausbilder soll sie auf die Brautschau für Hiro vorbereiten, den Sohn des Schöpfergottes. Dafür muss Lanea ein magisches Diadem finden, bevor die anderen Göttertöchter ihr zuvorkommen. Lanea lehnt dankend ab, doch da kommt der Haken: Wer das Diadem nicht findet, wird zu Staub zerfallen. Eine tödliche Reise um die ganze Welt beginnt…

Die Charaktere:

Lanea – kämpft ihr Leben lang mit dem Gefühl der Andersartigkeit und dies liegt nicht nur daran, dass sie adoptiert wurde und ihre leiblichen Eltern nicht kennt. Nachdem sie die Wahrheit über sich und ihre Familie erfährt, wird für sie einiges klarer, aber keineswegs leichter. Das temperamentvolle Mädchen muss sich nun beherrschen, einen kühlen Kopf bewahren und wahren Mut beweisen. Keine einfache Aufgabe.

Cliff – Laneas „Helferlein“ um ihren Nachteil zu den bereits sehr erfahrenen Halbgöttin-Konkurrenten auszugleichen und ihre Chancen zu erhöhen. Eine wirklich spannender Charakter, der aber sehr undurchsichtig ist und nicht viel von sich Preis gibt.

Meine Meinung:

Vorweg – das Cover zu „Goddess“ ist der absolute Wahnsinn, da hat Impress sich wirklich mal wieder selbst übertroffen. Leider hat der Verlag oder Lektor jedoch an anderen Stellen etwas geschlampt, der Rechtschreibung. – Ich bin wirklich niemand, der auf Fehler bewusst achtet oder sofort kleine Fehlerchen anmängelt, in diesem Buch sind mir allerdings einige Rechtschreibfehler ins Auge gestochen, was mich irgendwann schon gestört hat.

Ansonsten ist der Schreibstil des Autoren gewohnt locker und bildlich, trotzdem ist der Einstieg in das Buch vergleichsweisen mit den anderen Büchern von Andreas Dutter, relativ schwer und träge. Gerade die ersten Kapitel wiederholten sich meiner Meinung nach häufig durch die Darstellung von Laneas Familie, ihren Aggressionsproblemen und auch manchmal ihrer erdrückenden Selbstbemitleidung und Unsicherheit. Zum Glück zog sich dies nicht durch das ganze Buch, so dass ich die Protagonistin und die Geschichte noch genießen konnte.

Im Laufe des Buches wird Lanea mutiger und taffer, so dass sie nicht mehr alles negativ sieht oder anderen die Schuld gibt und somit über sich hinauswächst. Allerdings konnte ich manchmal angesichts ihrer Blauäugigkeit nur den Kopf schütteln – Cliff hat sich schon ein paar Patzer geleistet und trotzdem kamen bei ihr nie langanhaltende Zweifel auf. Ein paar liebe Worte seinerseits und alles war wieder gut. Dies hat auch zur Folge, dass ich Cliff als Protagonisten  keine Sekunde über den Weg trauen würde und ihn sehr undurchsichtig finde – andererseits muss ich zugeben, dass er ein wirklich guter und wichtiger Teil dieser Geschichte ist und ihr eine gehörige Prise Pepp gibt.

Gut gefallen hat mir die Umsetzung und Gestaltung der einzelnen Fähigkeiten der Halbgöttinen. Dies finde ich wirklich interessant und kreativ, da es zumindest etwas von dem Standard der „Götter-Kräfte“ abweicht und es somit keine 0850 Götter-Geschichte geworden ist. Hier steckt meiner Meinung nach auch das größte Potenzial, da viele Götterbücher mittlerweile ein recht ähnliches Muster haben.

Alles in allem finde ich die Grundidee sehr interessant und bin froh, dass die Charaktere sich deutlich gesteigert haben, wodurch ich mich auch auf den zweiten Band und dem dort vorhergehenden Potential sehr freue. Trotzdem ist dies Buch in meinen Augen leider das Schwächste von Andreas Dutter und ich kann auch nur 3,5 von 5 Sternen geben.

Eure Ariane

PS: Ich bedanke mich bei Impress für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.
Das Rezensionsexemplar hat meine Bewertung jedoch in keinem Punkt beeinflusst.

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
* Werbung, da Markennennung und kostenloses Rezensionsexemplar vorliegt
Bilder und Klappentext wurden von Fischer Verlag bereitgestellt.

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