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[Rezensionsexemplar] Diamantkäfig – Regina Meißner

24. August 2018

Diamantkäfig ist der dritte Band der Reihe »Der Fluch der sechs Prinzessinnen« von Regina Meißner, die unter dem Sternensand Verlag veröffentlicht wird. Im Zentrum dieses Teils der Geschichte steht die jüngste der Prinzessinnen, Valyra. Wie die beiden Bände zuvor kann man auch diesen Teil unabhängig lesen, auch wenn man die Enden der vorherigen Geschichten durch den gemeinsamen Handlungsstrang außerhalb des Fluchs spoilern wird.

Diamantkäfig – Regina Meißner

Print: 400 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
VT: 24. August 2018
Preis eBook/Print: 6,99 €/12,95 €

 

Der Klappentext

Gefangen in einem Turm, gepeinigt von ihrer Stiefmutter Rania … das ist Prinzessin Valyras Fluch. Es gibt kein Entrinnen, denn die Hexe zwingt die jüngste der sechs Schwestern, seltene Zutaten für einen Trank zu suchen, welcher Rania unendliche Macht verleihen wird.

Als Valyra eines Tages unverhofft auf einen Verbündeten trifft, könnte dies die Wendung ihres schrecklichen Lebens bedeuten. Doch wird es ihr gelingen, das Rätsel um ihren Fluch zu lösen? Wie viele Opfer muss sie dafür bringen, wie stark muss sie dazu werden? Und – bergen Diamanten wirklich falsches Leben?

 

Die Charaktere

Valyra — Von allen Prinzessinnen ist sie die jüngste in der Familie. Sie ist süße 17 Jahre alt und wird nach wie vor als »Kleine« bezeichnet. Das Küken. Dass Valyra seit dem Fluch möglicherweise viel mehr durchhalten muss, vor allem in Anbetracht ihres Alters, wissen die anderen natürlich nicht. Valyra ist möglicherweise sogar mein persönlicher Liebling, auch wenn ich Tatjana, die Prinzessin aus Blütenzauber, durchaus geliebt habe. Das liegt einfach daran, dass Valyra eine ganz eigene Stärke innewohnt. Ein unschuldiges Mädchen, das aufgrund schlimmer Ereignisse dazu gezwungen wird, erwachsen zu werden. Denn im Gegensatz zu den anderen Mädchen ist sie Rania Tag und Nacht ausgeliefert. Und Rania ist wirklich nicht zimperlich. Valyra ist unglaublich tough, klug und dabei sehr einfühlsam.

 

Meine Meinung

Ich habe mich wirklich sehr auf diese Geschichte gefreut. Regina Meißner ist eine unglaublich talentierte Autorin, die es wirklich schafft, Geschichten schöne Worte zu verleihen. Nach Blütenzauber war Diamantkäfig also ein klares Muss für mich. Und natürlich will ich auch wissen, wie Rania das Handwerk gelegt wird.

Zum Erzählstil. Wir erfahren die Geschichte aus der Beobachterperspektive einer dritten Person, die aber die Gedankenwelt von nur einer Person kennt und beschreiben kann — Valyras. Sie ist demnach auch der Fokus unserer Geschichte, vorerst. Beschrieben wird die Geschichte dabei mit ganz wunderbaren Worten. Reginas Stil ist für diese Art Geschichte wie gemacht, denn er wirkt leicht, aber trotzdem ein wenig verzaubert. Sie schreibt sehr schön malerisch, was in solche Heldengeschichten wirklich sehr gut passt. Und sie kann so unglaublich gut mit Emotionen umgehen. Ich liebe es.

Die Charaktere selbst haben mir auch sehr gut gefallen. Ich will hier nicht zu tief greifen, damit ich niemanden spoiler, aber Reginas Charaktere sind wirklich facettenreich und jeder wirkt auf seine eigene Art und Weise individuell. Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir deshalb sehr gut gefallen. Sie sind sich nicht immer einig, aber sie können sich notgedrungen einigen. Und noch viel wichtiger: Sie sind sich selbst treu. Das ist das, was authentische Charaktere für mich ausmacht.

Dann die Geschichte. Sie ist wirklich gut geplottet. Schön ausgedacht und schön beschrieben. Sie geht in einem guten Tempo voran und wird dabei nicht langweilig. Es geschieht immer irgendwas, das einen kurz die Luft anhalten lässt. Vor Trauer oder Verzweiflung. Valyras Entwicklung gefällt mir dabei besonders gut. Sie gibt natürlich auch eine großartige Grundlage dafür her. Das Rätsel selbst … gruselig. Und die Enthüllung … uff. Aber lest selbst. Es ist vielleicht nicht die actionreichste Geschichte, die sie je geschrieben hat, aber sicherlich eine der interessantesten. Für mich jedenfalls. Allein schon wegen Valyra. Was ich allerdings ein wenig schade fand, ist, dass die Liebesgeschichte hier doch deutlich zu kurz kommt. Es gibt eine, ja, aber … sie hat nichts mit der Protagonistin direkt zu tun. Das kritisiere ich deshalb, weil Regina eben so schön Emotionen beschreiben kann und sie hier sicherlich noch ein Quäntchen mehr hätte herauspressen müssen. Und zugegeben: Ich habe es einfach erwartet. Also nicht enttäuscht sein. Es gibt eine Romanze, aber sie ist lange nicht so ausgeprägt wie in den Teilen davor.

Diamantkäfig ist für mich ein Protagonisten-Highlight, das ich lange vermisst habe. Es gibt mir das Gefühl, nach dem Lesen ein kleines Loch in meinem Herzen zu haben. Valyra ist mir so unglaublich nah gegangen.

4,5 von 5 Sternen.

Eure Caro

PS: Ich bedanke mich bei dem Sternensand Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Rezensionsexemplar hat meine Bewertung jedoch in keinem Punkt beeinflusst.

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Bilder und Klappentext wurden vom Verlag bereitgestellt.

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