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[Rezensionsexemplar] Die Weltportale 1 – B. E. Pfeiffer

12. August 2018

Die Weltportale ist ein jugendlicher High-Fantasy-Epos, der sich um die junge Halbelfe Eleonora in den Eintritt der Zauberakademie dieser Welt handelt. Dort trifft sie auf neue Freunde, auf neue Feinde und auf Feinde, die zu Freunden werden. Es ist der erste Band der Reihe und bildet somit den Auftakt um Eleonora und ihre Welt voller Magie, Freundschaft, Flüche und Liebe.

Die Weltportale 1: B. E. Pfeiffer

 

Print: 630 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
VT: 27. Juli 2018
Preis eBook/Print: 6,99 €/16,95 €

 

Der Klappentext:

»Du musst dich nicht vor den Schatten fürchten. Ein Schatten bedeutet nur, dass hinter dir ein Licht brennt.«

Eleonora lebt in einer Welt, die einst durch magische Portale mit anderen Welten verbunden war. Als Tochter eines Magiers und einer Elfe vereint sie zwei unterschiedliche Kräfte, ist mächtig und gehört doch zu keinem Volk. Mit der Aufnahme auf die Akademie der Magie erhofft sie sich nicht nur, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bekommen, sondern auch, endlich akzeptiert zu werden.

Als sie jedoch von einem mysteriösen Schatten angegriffen wird und hinter ein lange gehütetes Familiengeheimnis kommt, ist die anfängliche Ablehnung ihrer Mitschüler ihr geringstes Problem. Wird es ihr gelingen, ihre Welt vor der Dunkelheit zu bewahren?

 

Die Charaktere:

Eleonora – Als Protagonistin werde ich in dieser Beschreibung mein Hauptaugenmerk auf sie legen. Sie ist ein junger Teenager, hat ihr Leben lang eigentlich nur Ablehnung erfahren und steckt in einer kleinen Schaffenskrise, als ihre Magierfähigkeiten, die ihr Vater ihr vererbt hat, sich bemerbar machen. Als Halbelfe erfährt sie die Ablehnung, die den Elfen generell entgegengebracht wird, aber auch die Elfen wollen sie n icht vollends anerkennen. Dass sie eine wichtige Rolle in deren aller Leben spielt, weil sie der Schlüssel für den Frieden der Welt birgt, ist ihnen noch unklar. Sie selbst ist eine kleine Weltverbesserin, wie sie typisch für solche Epen sind, sieht in jedem das Gute, vergibt Chancen über Chancen und birgt einige Geheimnisse, die sie selbst noch nicht kennt.

 

Meine Meinung:

Nach dem Klappentext habe ich richtig Lust auf diese Geschichte bekommen. Ich habe lange keinen High-Fantasy-Epos über so viele Seiten mehr gelesen und war sehr gespannt.

Zum Erzählstil. B. E. Pfeiffer hat sich dazu entschieden, diese Geschichte aus der Beobachterperspektive mit Fokus auf Eleonoras Gefühlswelt zu legen. Sie greift damit auf einen lange bewährten Stil zurück, der vor 20 Jahren für solche Bücher mit genau dieser Schreibweise sehr erfolgreich war. Ich persönlich bin damit aufgewachsen und bin es deswegen gewohnt, wenn die Protagonistin auch mal „das Mädchen“ oder „die Schülerin“ genannt wird, aber es distanziert und hat natürlich nichts mit der sehr persönlichen Ich-Perspektive zu tun. Wer diese Art Schreibstil nicht mag, sollte hier vorsichtig sein. Wer aber Bücher der alten Schule von Kai Meyer beispielsweise mag, dann: viel Spaß 😉 Generell ist es ansonsten sehr malerisch beschrieben – wir bekommen tolle Eindrücke von der Umgebung und allem relevanten, was vielen gefallen sollte.

Die Charaktere selbst sind alles in allem gesehen nicht schlecht. Wir haben es mit einer Vielzahl an Mitspielern zu tun, allen voran Eleonora, die für mich eine gute Heldin ausmacht, aber vielleicht ein bisschen zu weinerlich für das Alter ist. Wir haben den schönen Bad Boy dabei, der ein großes Päckchen zu tragen hat und mir persönlich sehr gut gefallen hat. Aestus hat unglaublich viel Potential. Dann ist da noch der Ritter in der weißen Rüstung: Lucius. Mit ihm kann ich für mich nur wenig anfangen, weil er auf mich ein wenig farblos wirkt, aber er hat bestimmt seine Liebhaber und Eleonora greift er wirklich helfend zur Schulter. Ein Nice Guy eben 😉 Dann haben wir noch Eleonoras Freundinnen, die Schulleiterin, die Verwalterin, und und und. Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir gut gefallen und ich freue mich schon darauf zu sehen, wie sie sich im nächsten Band entwickeln werden.

Die Geschichte. Die Idee der Geschichte gefällt mir verdammt gut. Ich liebe es, wenn sich verschiedene Völker auf einer Welt vereinen, wenn ihr Zusammenhalt vonnöten ist, um einen ganz besonders fiesen Feind zu überlisten. Und wenn Menschen über sich hinaus wachsen müssen, damit ihre Welt vor dem Untergang gerettet wird. Das ist High-Fantasy, wie sie mir gefällt. Und neben dem Erzählstil gibt es auch wirklich tolle Momente in dem Buch. Eine Protagonistin, die immer mehr wird. Die immer mehr Heldin wird, trotz ihrer Schwächen. Leider ist ihre größte Schwäche meiner Meinung nach, dass sie was mit zwei Kerlen gleichzeitig hat. Also Feinde von Dreiecksgeschichten, ihr solltet hier aufpassen. Ich bin wirklich auch kein Fan davon … Und mir persönlich ist Eleonora auch ein wenig zu … charakterschwach. Ja, jemandem zu verzeihen ist wirklich toll. Aber man  muss sich auch nicht alles gefallen lassen. Hier hätte ich einfach gerne ein wenig mehr Biss gehabt. Aber wir haben einen wirklich sehr schönen Plott, der voller Magie steckt, und eine Geschichte, die eben eine etwas weiche Protagonistin hat, was für diese Art High Fantasy nicht mal unüblich ist. Wer also über diese zwei kleinen Mängel hinwegsehen kann, der wird viel Freude an dem Buch haben.

Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen! Und ich bin gespannt, wie es mit diesem Sprung in andere Welten weitergehen wird 🙂

Eure Caro

PS: Ich bedanke mich bei dem Sternensand Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Rezensionsexemplar hat meine Bewertung jedoch in keinem Punkt beeinflusst.

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Bilder und Klappentext wurden vom Verlag

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