Dystopisch | Kracher

[Blogtour][Werbung] Deceptive City: Aussortiert – Stefanie Scheurich

19. Juni 2018

Im Rahmen der Release-Party zu Deceptive City, die auf Facebook (Click Here) könnt ihr natürlich auch hier ein Los für das Gewinnspiel sammeln. Beantwortet dazu einfach die Frage am Ende der Rezension. Die Teilnahme-Bedingungen findet ihr in der Veranstaltung selbst.


[REZENSION]


Deceptive City – Aussortiert ist der erste Band einer Trilogie und der zweite Roman, der von Stefanie Scheurich unter dem Sternensand-Logo leuchten darf. Es handelt sich um eine Jugendbuch-Dystopie, in deren Zentrum Thya, eine privilegierte Städterin, und Mitchell, ein junger Mann aus den äußeren Bezirken, stehen.

Deceptive City: Aussortiert – Stefanie Scheurich

Print: 420 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
VT: 18. Mai 2018
Sprache: Deutsch
Preis eBook/Print: 6,99 €/12,95 €

 

Der Klappentext:

Sicher. Sauber. Perfekt.

Das ist die Stadt, in welcher die sechzehnjährige Thya ein sorgenfreies Leben hinter schützenden Mauern führt. Eltern können sich ihre Wunschkinder kreieren lassen, niemand wird je krank und alles läuft in geregelten Bahnen. Thya ahnt nicht, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Menschen gibt, die täglich ums Überleben kämpfen müssen. So wie Mitchell, der nur einen einzigen Ausweg sieht, um seine kranke Mutter zu retten: Er muss in die Stadt schleichen und Antibiotika besorgen, sonst stirbt sie. Dass er dabei nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Thya verändert, scheint in einer Welt, in der alles perfekt geplant ist, ein Ding der Unmöglichkeit.

Aber Menschen sind nicht perfekt. Sie machen Fehler. Und sie neigen dazu, andere den Preis dafür zahlen zu lassen.

 

Die Charaktere:

Thya – Sie ist die erste Protagonistin dieser Geschichte. Sie ist ein privilegierter Teenager, der kaum Sorgen zu haben scheint. Bis auf eine viel zu strenge Mutter, die alles unter Kontrolle haben muss und das Gleiche auch von Thya erwartet. Und dann ist da noch diese merkwürdige Taubheit in ihren Beinen, die sie sich nicht erklären kann, obwohl in der Stadt doch nie jemand wirklich krank wird. Thya ist ein wirklich lieber Mensch, der erst mal nichts Schlechtes in einem Menschen zu sehen scheint. Sie vertraut ihrer Umgebung und ihren Eltern. Sie vertraut der Stadt. Aber manchmal ist es eben auch ganz sinnvoll, Dinge infrage zu stellen.

Mitchell – Er ist der zweite Protagonist. Im Gegensatz zu Thya hat er nicht das Glück, in der Stadt aufzuwachsen. Er lebt in den äußeren Bezirken. Bezirke, die eher an ein verwahrlostes Industriegebiet erinnern. Dort arbeitet er in einer Fabrik, lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Mit gut zwanzig Jahren hat er zwar noch sein ganzes Leben vor sich, aber man hat eher das Gefühl, dass man es dort nur schafft, von Tag zu Tag zu leben. Mitch ist ein unglaublich netter, fürsorglicher und loyaler junger Mann. Wenn ich ihn treffen würde, ich würde mich wohl sofort verlieben. Gleichzeitig ist er auch ziemlich stur und unverbesserlich.

 

Meine Meinung:

Ich habe seit einer Weile keine Dystopie mehr gelesen, obwohl ich dieses Genre total liebe. Das Problem ist einfach, dass die Geschichten oft nicht genügend durchdacht auf ich wirken. Deswegen war ich sehr gespannt, ob Deceptive City 1 mich würde begeistern können. Spoiler-Alarm: Ja, konnte es

Streuner und Deceptive City unterscheiden sich von den Geschichten so grundsätzlich, dass ich sagen würde, wenn jemand Streuner tatsächlich nicht mochte (warum auch immer :D), sollte es DC definitiv eine Chance geben. Das fängt schon beim Schreibstil an. Wir erleben diese Geschichte aus der Ich-Perspektive von vier Personen. Darunter natürlich Mitchell und Thya, die zwei anderen sind eine junge Dame namens Susi und ein junger Mann namens Theo. Dabei passt sich der Stil jedem Charakter sehr gut an, wirkt flüssig und durchdacht.

Die Charaktere selbst sich in sich unglaublich stimmig. Ich habe zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass sich jemand nicht so verhält, wie ich es von diesem Charakter erwarten würde, wenn ich an seiner Stelle wäre. Thya und Mitchell machen ein tolles Protgonisten-Paar. Susi ist eine gute Freundin von Mitch, die ihm auch ziemlich hilft, deren tatsächliche Rolle aber noch ein wenig unklar wirkt. Ich freue mich darauf, sie bald näher kennenzulernen. Theo dagegen ist … noch viel undurchsichtiger. Ja, er hat eine sehr entscheidende Rolle. Aber auch ihn umgeben unglaublich viele Geheimnisse.

Die Geschichte selbst ist unglaublich gelungen. Ich habe nicht einen Logikfehler für mich entdeckt. Sie hat ein eigenes Tempo, das aber perfekt so ist. Es wirkt nichts überstürzt, es wirkt so, wie es im echten Leben passieren könnte. Und auch wenn die Romantik-Liebhaber unter uns noch nicht auf ihre Kosten kommen: Gebt dem Buch Zeit. Ich bin sehr sicher, dass dieser Trilogie-Auftakt es faustdick hinter den Ohren hat. Die Geschichte hat Spannung, sie ist dramatisch und abwechslungsreich. Und was viel wichtiger ist: Sie lässt uns am System zweifeln.

Stefanie hat hier eine unglaublich gute Mischung zwischen Lauren Olivers Amor-Reihe und Suzanne Collins Panem geschaffen, die mich von Anfang an überzeugt und mitgerissen hat. 5 von 5 Sternen.

Eure Caro


Gewinnspielaufgabe: Beantwortet zur Teilnahme am Gewinnspiel um ein Print und Goodies von Deceptive City folgende Frage:

In Deceptive City: Aussortiert geht es um die junge Thya, deren Schicksal sich von heute auf morgen verändert. Und um Mitchell, der dieses Schicksal zumindest ein Stück weit zu beeinflussen weiß. Was ist mit dir? Wärst du bereit, dich und dein Leben zu opfern, wenn du dafür jemand anderes retten könntest?

Kommentiert bitte unter diesem Post, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen.


 

PS: Ich bedanke mich beim Sternensand Verlag für das Rezensionsexemplar. Das Rezensionsexemplar hat meine Bewertung jedoch in keinem Punkt beeinflusst.

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
* Der Link führt euch auf die Seite des Verlags, damit ihr das Buch kaufen könnt!
Werbung, da Markennennung und es ein kostenloses Rezensionsexemplar ist.
Bilder und Klappentext werden vom Sternensand Verlag bereitgestellt.

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  1. Hallo und guten Tag,

    hm, schwierige Antwort, denn bedeutet hier „opfer für jemanden anders“ z.B. Familie oder Freunde= das ich dann sterben müsste dafür?
    Also wenn ja …kann ich dafür kein wirkliches „Ja, ja bitte “ sagen. Denn ich hänge wie jeder Mensch auch an meinem Leben, denn ich habe nur das Eine!!

    Da muss es doch andere Mittel und Wege geben als eine Rettung durch meinen möglichen Tod.
    Und dafür würde ich gerne dann lieber eine Kraft und Einsatz leisten….

    LG..Karin..

  2. Also ich muss keine Liebesgeschichte drin haben…… Von dem her ist das ein Aspekt der mir relativ unwichtig ist. Aber wie mir scheint sind für mich natürlich wieder die Nebenrollen etwas besonderes

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