Überraschend anders

[Werbung] Why We Are Here – Mercy Ferrars

16. Juni 2018
Why We Are Here – Mercy Ferrars

Why We Are Here ist das offizielle Debüt der deutschen Autorin Mercy Ferrars, die allerdings auch auf Englisch publiziert. Der Roman ist derzeit nicht auf Deutsch erhältlich. Es geht darin um Juniper und ihre große Liebe. Eine Seelenverwandschaft der ganz besonderen Art.

Seitenzahl Print: 160 Seiten
Verlag: Independently Published/MF Publishing
VT: 13. Mai 2018
Sprache: Englisch
Preis eBook/Print: 3,99 €/KU/9,62 €

Der Klappentext:

Juniper lives in the same world as you and I – except she gets to experience many different versions of that world. In each dimension she transcends to, the love of her life awaits her. But as their story progresses, Juniper doubts – is all that happens really real or did she just wake from dreaming?

 

Die Charaktere:

Juniper – Sie ist unsere Protagonistin, aus deren Sicht wir die Geschichte auch erleben. June ist eine sehr starke Persönlichkeit, aber auch sehr emotional. Sie ist unglaublich loyal, hinterfragt Dinge kritisch und würde für ihre große Liebe scheinbar alles tun. Dabei ist sie aber auch sehr verletzlich und kennt ihre persönlichen Grenzen.

 

Meine Meinung:

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich ziemlich schnell überzeugt, dass diese Geschichte etwas für mich ist. Es klingt nach Drama, ein bisschen nach Science-Fiction oder Fantasy. Und nach einer ganz großen Liebesgeschichte. Als ich das Buch dann anfing zu lesen, wurde ich dennoch ziemlich überrascht. Positiv? JA!

Zunächst zu Mercys Schreibstil. Ich selbst lese gelegentlich schon englische Bücher und auch für die Uni und durch meine Ausbildung bin ich der Sprache sehr nah. Ich bin aber bei Weitem kein Native-Speaker, was aber kein Drama ist. Man versteht die Geschichte sehr gut, sie ist auf keinen Fall viel zu kompliziert geschrieben, weshalb ich es für Leute, die keine Angst vor dem Englischen haben, auf jeden Fall nur empfehlen kann! Alle anderen sollten sich definitiv ran trauen, aber bitte Zeit lassen. Der Schreibstil selbst ist leicht, wirkt auf mich beinahe schon sphärisch. June ist eine Protagonistin, die viel denkt und philosphiert.

Das führ mich auch schon zur eigentlichen Geschichte. Der Titel »Why We Are Here« ist zu Beginn schon äußerst philosophisch gewählt. Mich persönlich hat Juniper mit ihren Gedanken immer wieder zum Nachdenken angeregt. Sie denkt viel über das Leben und den Sinn darin nach, was mir sehr gut gefallen hat. Und der Hauptteil der Geschichte ist für mich noch wesentlich aussagekräftiger.

Mercy beschreibt durch Juniper und Zara, Junes große Liebe, eine ganz besondere Art von Seelenverwandschaft. Seelen, die sich in jeder Welt immer wieder zueinanderfinden. Und für mich ist es genau das, was Seelenverwandschaft ausmacht. Egal wo auf der Welt man sein mag, man findet immer irgendwie zueinander. Dabei starten June und Zara nicht immer wieder neue Leben, sie transzendieren stattdessen schon in ihre Parallel-Ichs, die meistens schon eine ganze Weile gelebt haben. Ich habe Mercys Art, Liebe zueinander darzustellen, sie kompromisslos zu zeigen, geliebt. Sie ist so authentisch für mich, so greifbar. Und June dabei so echt. Sie verstellt sich nicht. Und dabei wird es zeitweise auch ein wenig dramatisch.

June ist nicht die perfekte Protagonistin. Sie muss noch viel lernen und das tut sie auch. Sie wächst und reift. In diesen Punkten ist die Geschichte mehr als perfekt. Es hat sich für mich ein kleiner Logikfehler eingeschlichen, der für den Verlauf der Geschichte allerdings nichts maßgeblich ist. Das ist eben das Problem, wenn man mit Dimensionen arbeitet 🙂

Und wer auf dramatische Enden steht, bekommt hier alles, was er braucht und liebt. Ich denke, viele würden dieses Ende hassen. Für mich war es das einzig mögliche. Was hätte anderes realistischerweise passieren können?

Ich möchte meine Rezension gerne mit einem Zitat schließen:

»›[…] I find your writing quite interesting, dark, with a lightness that doesn’t stand in contrast, your words aren’t heavy but they left me with a heavy heart. […]‹«

Denn das ist es, wie ich mich während diesem Buch fühlte. Für alle, die auf richtig dramatische Geschichten stehen, die ihr Herz verlieren wollen und die gerne über sich, ihren eigenen Sinn und den Grund, warum wir da sind, nachdenken, ist diese kurze Geschichte ein Must-Read. Sie verzaubert mit Dunkelheit und Licht, mit Worten, die mein Herz berühren, auch wenn sie noch so leicht wirken.

Eure Caro

PS: Vielen Dank an Mercy Ferrars für das Rezensionsexemplar. Die Bereitstellung des Romans hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.
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