Interview

[Werbung] Interview – Thomas Staack

16. Januar 2017


Hallo lieber Thomas,

vielen Dank, dass ich dir einige Fragen stellen darf. Natürlich möchte ich gerne etwas mehr über dich als Person erfahren. Ich habe gelesen, dass du nicht nur als Jurist, sondern auch als Fußballtrainer für Kinder und Jugendliche tätig bist. Was macht dir daran besonders Freude?

Der Kinderfußball ist eine meiner großen Leidenschaften. Ich helfen den Kleinsten, den Spaß am Fußball zu entdecken, vermittle ihnen die technischen Grundlagen und freue mich, wenn sie sich sportlich weiterentwickeln. Das ist der eigentliche Erfolg eines Kinderfußballtrainers. Ich mache das alles sehr gern, es ist sogar ein bisschen erfüllend.

Wie immer interessiert mich, wie die Arbeitsplätze der Autoren aussehen.

Hast du einen festen Schreibplatz oder gehörst du zu den Autoren, die dies einfach spontan entscheiden?

Ich bin ein sehr flexibler Autor. Manchmal sitze ich an meinem – immer etwas chaotischen – Schreibtisch, manchmal mit dem Tablet auf der Couch oder in der Bahn. Ich habe sogar schon im Wartezimmer vom Arzt geschrieben.

Würdest du gerne den Beruf als Jurist an den Nagel hängen, um Vollzeit als Autor tätig sein zu können?

Ja, das würde ich machen. Vielleicht klappt es irgendwann, aber noch bin ich nicht soweit.

Des Weiteren schreibst du Artikel und Trainingseinheiten für das Fachmagazin fussballtraining junior und die beliebten Webportale DFB Training Online und Live. Kannst du die Erfahrungen daraus auch für deine Bücher nutzen?

Im Moment nicht wirklich. Es ist eher umgekehrt. Ich nutze manchmal die Fantasie aus meinen Büchern, um daraus Rahmengeschichten für meine Trainingseinheiten zu entwickeln. Vielleicht schreibe ich einmal ein Kinderbuch oder eine Geschichte über einen Trainer. Dann könnte ich meine Erfahrungen durchaus verwenden.

Welcher Autor/in ist dein Lieblingsschriftsteller/in und inspiriert dich zum Schreiben?

Es gibt viele Autoren, die mich immer wieder beeindrucken. Mich begeistern die Sprache und die Erzähldichte von Carlos Ruiz Zafon, der Stil von J. K. Rowling, die Ideen von Neil Gaiman und die Fantasy-Welten von Tad Williams und Raymond Feist. Aber ich versuche immer, mich ein wenig abzugrenzen und in meinen Büchern einen eigenen Weg zu finden.

Suchst du derzeit für deine Bücher noch Rezensenten und dürfen Blogger sich diesbezüglich bei dir melden?

Aber sicher. Ich freue mich immer über Feedbacks und Rezensionen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn Menschen meine Bücher lesen und sich damit auseinandersetzen. Ich nehme Kritik durchaus ernst und versuche, daraus zu lernen, auch wenn mir das manchmal nicht leicht fällt.

Du schreibst ja nicht nur reine Fantasy-Romane, sondern spielst in deinen Büchern mit den Bereichen Fantasy, einem Touch Romantik oder dem Mittelalter. Würdest du sagen, dass du dich in diesen Genren besonders wohlfühlst oder hast du mit deinem Science-Fiction-Krimi “Fritz für alle Fälle” einen neuen Weg eingeschlagen?

Fantastische mittelalterliche Welten haben mich seit meiner Jugend begeistert, in diesem Genre fühle ich mich zweifellos heimisch. Mir war bei meinen beiden Fantasy-Romanen aber wichtig, das sie authentisch wirken. Deshalb ist das Fürstentum Falkenstein größtenteils an das deutsche Mittelalter angelehnt. „Fritz für alle Fälle“ ist mit den ersten beiden Büchern nicht zu vergleichen und spielt in einer nahen Zukunft. Ich wollte keinen klassischen Krimi schreiben, die Science-Fiction-Elemente haben eine nicht unerhebliche Bedeutung und tragen zum Reiz der Geschichte bei. Wahrscheinlich sträube ich mich innerlich ein bisschen gegen die übliche Einteilung in Genre und habe einen Hang zum „Crossover“.

Schreibst du derzeit an einem neuen Buch oder einem Folgeband zu “Fritz für alle Fälle” und kannst mir hierzu bereits ein paar Infos oder sogar einen Textschnipsel geben?

In der zweiten Jahreshälfte wird der Nachfolger von „Fritz für alle Fälle“ erscheinen. Die Rohfassung ist etwa zu Zweidritteln fertig. Fritz und sein Roboterhund sind in ihrem zweiten Fall auf der Suche nach einem verschwundenen Kind. Hier ist ein kleiner Auszug:

„Verdammt!“ Fritz hielt sich den dröhnenden Kopf. „Wir müssen ihm nach!“

„Ich könnte das Hindernis beseitigen.“

„Dann mach es!“

Die Collie-Hündin trabte zu den Containern und setzte sich auf die Hinterpfoten. Als sie sich wieder erhob, erkannte er eine kleine schwarze Kugel in der Größe einer Murmel auf dem Boden.

„Ja, prima, und jetzt?“ Fritz runzelte die Stirn. „Du hast ein Häufchen gemacht. Das ist wahnsinnig hilfreich!“

„Geh zurück!“ Flocke hielt sein Hosenbein zwischen den Zähnen und zerrte ihn hinter die Fassade des Gebäudes. Irritiert ließ Fritz sich führen. Ein ohrenbetäubender Knall hallte durch die Gasse. Verängstigt zuckte Fritz zusammen und hielt sich die Ohren zu. Gleißendes Licht blendete ihn. Neugierig spähte er mit zusammengekniffenen Augen um die Ecke. Plastikteile, Zaunelemente und Mauerbruchstücke schwebten in der Luft, von der gewaltigen Explosion auseinandergesprengt. Mit einem schlürfenden Geräusch bewegten sich die Splitter aufeinander zu, wurden angesaugt und zu einer fußballgroßen Kugel zusammengepresst.

„Das glaube ich einfach nicht.“ Fritz stammelte mit offenem Mund. „Was… ? Hast du das etwa… ?“

„Eine Implosionsbombe.“ Flocke strich ihm durch die Beine.

„Wie bitte? Du hast Bomben in deinem Hintern? Das ist nicht dein Ernst!“

„Jetzt nicht mehr. Ich hatte nur diese eine.“

Wow, das hört sich schonmal sehr spannend an. Zu Guterletzt würde ich sehr gerne wissen, was du dir für deine private und schriftstellerische Zukunft wünscht.

Ich möchte einmal in einer Stadt leben, in der ich mich rundum wohlfühle. Und ich hoffe, ich werde noch lange mit Spaß und Begeisterungsfähigkeit schreiben.

Eure Ariane

Ich kennzeichne diesen Beitrag als Werbung, da es Textschnipsel enthält. Das Foto wurde vom Autoren bereitgestellt.

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