Interview

[Werbung] Interview – Sandra Florean

3. November 2016

 

Hallo liebe Sandra,

vielen Dank, dass ich dir einige Fragen zu deiner Person und deinen Büchern stellen darf.

Sehr gern! Ich freu mich schon drauf.

Als Erstes möchte ich natürlich gerne etwas mehr über dich erfahren. Ich habe gelesen, dass du selber Kostüme und Gewänder schneiderst. Wie kamst du dazu?

Meine Mama hat für uns immer die Faschingskostüme genäht, als wir Kinder waren. Für mich war das Rattern der Nähmaschine ein alltägliches Geräusch, das ich noch jetzt sehr gern höre. Allerdings hat sie mir nie ein Prinzessinnenkleid genäht, weil sie meinte, das wäre langweilig, denn als Prinzessin geht ja jede. Stimmt. Aber der Wunsch war da und irgendwann kaufte ich mir ein Schnittmuster und nähte mir mein erstes historisches Kleid im Stil von Scarlett O`Hara. Da hat es mich gepackt und fortan lebe ich meine Leidenschaft auf Mittelaltermärkten und mit meiner Rokokogruppe aus, feiere jeden Geburtstag im Kostüm und nähte ungefähr 10 Jahre lang auch für andere Kostümverrückte.

Wie immer interessiert mich, wie die Arbeitsplätze der Autoren aussehen.
Hast du einen festen Schreibplatz oder gehörst du zu den Autoren, die dies einfach spontan entscheiden?

Ich habe einen festen Arbeitsplatz aus den einfachen Gründen, damit 1. meine Kinder sehen „Mama arbeitet“ und 2. hab ich massiv mit Verspannungen zu kämpfen. Deshalb kommt „Laptop auf dem Schoß“ für mich (leider) nicht infrage. Er befindet sich in meiner Kreativwerkstatt unter dem Dach, in dem sich auch meine Nähmaschinen, die Schneiderbücher und Stoffe befinden.

Ich habe mir deinen Blog http://sandraflorean-autorin.blogspot.de/ näher angeschaut und gesehen, dass du dabei sehr viel Liebe ins Detail legst. Neben der Vorstellung von dir selber, Terminübersichten, Rezensionen, Präsentation deiner Bücher und Lesungsbilder, habe ich auch Autorentipp’s gefunden.

Arbeitest du häufig mit anderen Autoren zusammen oder hast du selber einen schwierigen Einstieg gehabt und möchtest nun einfach deine Erfahrung teilen?

Danke sehr. Das ist schön zu hören.

Ich arbeite eigentlich ständig mit Kollegen zusammen. Sei es an gemeinsamen Schreibprojekten, Marketingmaßnahmen, gemeinsame Autorenausflüge wie zu Lesungen oder Messen usw. usf. Von Anfang an habe ich von einigen namhaften Kollegen sehr viel Unterstützung bekommen, indem sie mir beim Exposé halfen oder mir Präsentationstipps oder erste Chancen für Lesungen gaben. Vielen Autoren mag es anders ergangen sein, aber ich habe bisher sehr viel Miteinander erlebt und gebe meine Erfahrungen deshalb sehr gern weiter. Frei nach dem Motto „einer für alle …“ 😉

Mir ist auch aufgefallen, dass viele Blogger-KollegInnen sich schwer tun Anschluss bei Autoren und Verlagen zu finden und Angst haben den ersten Schritt zu tun. Welche Ratschläge kannst du ihnen geben?

Puh, das ist schwierig. Ich persönlich bin immer offen für Anfragen von Bloggern. Es kommt vermutlich immer darauf an, wie eine solche Anfrage formuliert ist.

Wichtig ist, dass ehrliches Interesse an den Veröffentlichungen des Autors besteht. Man sollte sich also zumindest über die Titel informiert haben, ehe man einen Autor um eine Zusammenarbeit/Rezensionsexemplar oder ähnliches bittet. Dann stehen die Chancen schon einmal nicht so schlecht. Da ich zumindest sehr viele Nachrichten am Tag bekomme, bin ich immer dankbar, wenn der Bloglink dabei ist und ich den nicht suchen muss – und die Bloggerin kurz erzählt, was sie zu mir geführt hat und was sie im Sinn hat.

Anfragen nach kostenlosen Taschenbüchern aus welchem Anlass auch immer lehne ich generell ab. In einem Buch steckt viel mehr Arbeit, als den meisten bewusst ist. Und, was viele immer noch nicht zu wissen scheinen: Wir Autoren müssen unsere Bücher ebenfalls kaufen und bekommen sie bis auf einige wenige Belegexemplare, die meist schon an die Testleser oder Buchhändler rausgehen, nicht für umsonst 😉

Hast du selber Vorbilder, die dich zum Schreiben inspirieren, Lieblingsautoren und ein bevorzugtes Genre?

Fantasy. Ganz klar. Wobei ich auch da Urban Fantasy bevorzuge und mit High Fantasy wenig anfangen kann (meist sind mir tatsächlich die Namen viel zu überkandidelt). Klassiker les ich zwischendurch auch sehr gern, weil es sprachlich einfach schöner ist und es dann wieder zu meiner Vorliebe für längst vergangene Zeiten passt. An historischen Romanen hab ich mich für die kommenden Jahre erst einmal sattgelesen. Krimis mag ich gar nicht.

Richtige Vorbilder habe ich nicht. Klar möchte ich, dass meine Nachtahne so berühmt-berüchtigt werden wie Lestat oder die Black Dagger, aber das fällt wohl eher unter Träumen.

In vielen deiner Bücher geht es um Vampire, sind dies auch deine persönlichen Lieblingswesen in der Fantasy-Welt?

 Auf jeden Fall. Ich liebe sie in all ihren Facetten. Deshalb habe ich in meinen Romanen auch ein wenig mit dem Mythos „gespielt“ und unterschiedliche Welten geschaffen, in denen Vampire existieren könnten.

Du hattest mir ja bereits verraten, dass Band 3 von “die Seelenspringerin” in der Mache ist, wird es im Anschluss auch noch weitere Bände rund um Tess geben oder bleibt es bei einer Trilogie?

Nein, „Die Seelenspringerin“ ist als Serie angelegt, das heißt jeder Band ist in sich geschlossen, nur einige wenige roten Fäden laufen durch die gesamte Serie (Tess` Entwicklung natürlich). So lange der Drachenmond Verlag, die Leser und ich Spaß am Seelenspringen haben, wird es also weitergehen.

Neben “die Seelenspringerin”, habe ich auch einige Bänder von “Aurora” gelesen, wo du auch aktiv warst. Mir ist dabei aufgefallen, dass du gerne mit Gaben und besonderen Fähigkeiten arbeitest.

Entwickelst du hierzu vorab Pläne und schreibst dir Stichpunkte auf oder schreibst du einfach drauf los und schaust wie sich die Geschichte entwickelt?

Hui, das freut mich ja, dass Du meine Alex auf ihren Abenteuern begleitet hast!

Ja, ich bin ein absoluter Marvel-Fan und hab mir schon immer gewünscht, über besondere Fähigkeiten zu verfügen. In meiner Nachtahn-Reihe hab ich das schon fleißig ausgelebt, denn dort bilden die Fähigkeiten der Vampire den zentralen Kern und sind für die Gesamthandlung enorm wichtig.

Generell schreibe ich sehr geplant. Das liegt vor allem daran, dass ich neben dem Schreiben noch einen echten Beruf, Kinder, Haushalt, etc. habe und mich nicht verzetteln möchte – und darf. Denn irgendein Abgabetermin schwebt immer wie ein Damoklesschwert über mir.

Ich plotte also erst grob die Idee mit Hinweisen, was ich alles recherchieren muss und möchte. Dann gehe ich ins Detail: Ich entwickel die Figuren, den Rahmen, die Handlungsstränge (bei mir sind es ja meist mehr als einer oder zwei). Bis ich dann soweit bin, dass ich es in Kapitel einteilen kann. Erst dann beginne ich mit dem Schreiben.

Planst du derzeit auch noch andere Bücher und könntest mir hierzu bereits einen kleinen Einblick geben?

 Im Moment steht der dritte Teil von „Die Seelenspringerin“ ganz oben auf meiner Towrite Liste. Dort werden erstmals Hexen ihr Unwesen treiben.

Zeitgleich arbeite ich an der Idee eines History-Fantasy-Thriller, der in Kiel spielen wird, und bei dem es eher abenteuerlich als romantisch zugeht. Ich orientiere mich dabei sehr stark an wahren Begebenheiten und Orten, weshalb noch einiges an Recherchearbeit auf mich zukommt, auf die ich mich aber sehr freue.

Im Februar 2017 wird es die nächste Veröffentlichung von mir geben, diesmal im TalawahVerlag. „Das Erbe des Hüters“ ist ebenfalls ein Vampirroman und es wird wieder schön romantisch-prickelnd.

Ungefähr um die gleiche Zeit wird auch die Einhornanthologie „The U-Files – Die Einhorn-Akten“ im Talawah Verlag erscheinen, bei der ich erstmals als Herausgeberin fungiere. Für dieses Projekt haben wir nach ungewöhnlichen Geschichten gesucht und viele schöne gefunden. Von jedem verkauften Buch geht eine prozentuale Spende an das Tierheim Uhlenkrog in Kiel, das aus allen Nähten platzt und dringend Unterstützung braucht.

Und Band 2 von „Die Seelenspringerin“ steht ebenfalls für Frühjahr 2017 auf dem Programm. 

Was wünschst du dir für deine private und schriftstellerische Zukunft?

Mehr Zeit!

Für die Inhalte der Hompage ist die Autorin selbst verantwortlich – ich übernehme keine Haftung
Desweiteren kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung, da es Textschnipsel aus Büchern der Autorin enthält.
Das Foto wurde von Sandra Florean bereitgestellt.

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