Interview

[Werbung] Interview – M. D. Grand

18. September 2016


Hallo Marlen,

vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst mir einige Fragen zu beantworten.

Mir ist aufgefallen, dass es kaum persönliche Informationen über dich zu finden gibt. Daher hoffe ich, dass wir dich mit diesem Interview etwas besser kennenlernen können :).

Besonders interessiert mich, wie du zum Schreiben gekommen bist und ob du Vollzeitautorin bist? (oder welchen Beruf du sonst ausübst.) 

Ich war immer schon fasziniert von Wörtern und Büchern und habe oft lieber gelesen, als mich mit meinen Freundinnen zu unterhalten. Da liegt es nahe, irgendwann selbst anzufangen, Geschichten zu erfinden und da die positiven Reaktionen von Lehrern und Freunden mich darin bestärkt haben, zumindest ein gewisses Potential in diesem Bereich zu haben, war ich natürlich umso begeisterter bei der Sache.

Meine ersten richtigen Geschichten habe ich dann mit 15 niedergeschrieben, Schatten zum Beispiel war eine der ersten Buchideen die ich jemals hatte. Seitdem bastle ich mit Leidenschaft an meinen diversen Projekten, nebenbei studiere ich Medizin, habe einen Abschluss in Germanistik und arbeite als Radiomoderatorin bei einem Musiksender.

Ich frage mich beim Lesen eines Buches manchmal, was der Autor beim Schreiben empfunden hat und wie der Arbeitsplatz wohl aussehen mag. Wie kann ich mir das bei dir vorstellen, hörst du spezielle Songs und hast du Lieblingsorte zum Schreiben?

Also ich schreibe absolut überall. Schreibtisch, Esstisch, Bett, Bus, Bahn, Flugzeug, Uni, Kaffeehaus, Garten – ganz egal. Am liebsten ist es mir aber natürlich zuhause, wo ich mir eine gemütliche Tasse Tee machen und meine Lieblingsmusik voll aufdrehen kann. Beim Schreiben sehr hilfreich waren immer diverse Soundtracks, vor allem der von Tim Burtons „Corpse Bride“, und natürlich mein Lieblingsalbum, das mich immer sehr inspiriert: „Leaves in the River“ von der eher unbekannten amerikanischen Band Sea Wolf.

Von vielen Autoren habe ich bereits gelesen, dass sie in irgendeiner Form Inspirationen haben, wie die eigenen Kinder oder andere Autoren – hast du auch eine Muse?

 Mich inspirieren vor allem die Reisen, die ich unternehme, die Menschen, mit denen ich mich umgebe und fast alle Bücher die ich lese – da ist immer etwas dabei, über das man nachdenken kann und das einen auf neue Ideen bringt.

 Hast du auch Lieblingsschriftsteller oder Lieblingsbücher?

Klar, hat das nicht jeder? Ich bin zwar allgemein eher nicht der Typ für Lieblings-Dies und Lieblings-Das, aber welche Autoren ich sehr schätze sind einerseits J.K.Rowling, weil sie mit Harry Potter etwas wahnsinnig Tolles und Innovatives geschaffen hat, das eine ganze Generation geprägt hat. Auf der anderen Seite liebe ich die Bücher des Schweizers Alex Capus, dessen Schreibstil einfach herausragend ist. Zu meinen Lieblingsbüchern zählen außerdem Jugend Ohne Gott, The Secret Garden, A Christmas Carol, The Outsiders, The Perks of Being A Wallflower, Aristotle And Dante Descover The Secrets Of The Universe, Die Tribute Von Panem, die Feuerbund-Trilogie, Ronja Räubertochter und die Charlie-Bone-Reihe.

Wie bekamst du auf die Ideen zu deinem Debutroman “Schatten”?

Phu, das ist eine schwere Frage. Ich habe (mit einigen Pausen) sieben Jahre an diesem Projekt gearbeitet und was die Anfänge betrifft bin ich etwas ratlos, aber es hatte glaube ich etwas damit zu tun, dass ich einen Charakter schaffen wollte, der nicht dem klassischen Bild eines strahlenden Ritters in weißer Rüstung entspricht. Die Grundidee stammt eigentlich aus einer anderen Geschichte, an der ich damals mit meiner besten Freundin zusammen gearbeitet habe, von ihr stammt zum Beispiel auch der Begriff Fendrail, während mein Fachgebiet auch damals schon die Vaijera waren. Als aus diesem Projekt nichts wurde, habe ich die Welt kurzerhand übernommen, umgebaut und eine neue Geschichte daraus gemacht, mit neuen Charakteren.

Nachdem ich dir nun ein paar persönliche Fragen stellen durfte, habe ich natürlich auch Fragen zu deinen Büchern – Kürzlich habe ich auf Facebook gelesen, dass du die Fortsetzung von “Schatten” beendet hast. Was kannst du mir zu “Zwielicht” erzählen?

Also zu aller erst Mal wir „Zwielicht“ nicht „Zwielicht“ heißen, sondern „Krähe“, was besser zur Handlung passt und mir persönlich auch besser gefällt. Bisher habe ich eigentlich nicht viel zur Handlung verraten, aber ich denke, jetzt, wo es fertig ist und mein literarischer Vorkoster sein okay gegeben hat, ist es langsam an der Zeit, das Geheimnis um die Fortsetzung zu lüften. Hier also die allerersten offiziellen Details zu meinem neuen Buch:

„Krähe“ spielt diesmal aus der Sicht von Leam. Sieben Jahre nach der Schlacht von Keron lebt er als Berater und Chronist am Hofe des Königs, doch der Krieg und das Leben haben Spuren an ihm hinterlassen. Nicht nur seine unglückliche Liebe zu Ravelia macht ihm schwer zu schaffen – auch König Tamir nutzt jede Gelegenheit, um seinen Konkurrenten vom Palast und der Königin fernzuhalten.

Als eine Reihe mysteriöser Morde das Land erschüttert, wird daher dem ehemaligen Dieb die Pflicht auferlegt, in den Westen zu reisen um der Sache auf den Grund zu gehen. Seine Erfahrungen und sein Wissen führen ihn schnell auf eine Spur, doch mit jedem Schritt, der Leam dem Mörder näher bringt, spinnt sich auch das Netz aus Lügen, Geheimnissen und Intrigen immer enger um ihn, bis ihm am Ende nur noch eine Wahl bleibt: zu kämpfen oder zu sterben.

Wird “Krähe” der letzte Band um den Schattenfürsten Ceryan und seine Gefährten sein oder planst du bereits einen nächsten Band?

Wenn es nach mir geht, wird es auf keinen Fall der letzte Band sein. Neben einer direkten Fortsetzung zu „Krähe“ wird es also auch noch weitere Geschichten aus den südlichen Landen geben, Ideen habe ich zumindest genug. Verbindendes Merkmal der einzelnen Bände werden die Charaktere sein, wobei ich Handlung gerne immer aus der Perspektive einer anderen Person beschreiben würde.

Was planst du für deine Zukunft, hast du spezielle Ziele?

Ich möchte auf jeden Fall mein Studium gut abschließen und im medizinischen Bereich arbeiten, nebenbei darf aber auch das Schreiben nicht zu kurz kommen. Für meine Bücher wünsche ich mir natürlich, möglichst viele Leser zu erreichen und mit meinen Geschichten zu begeistern!

 Vielen Dank für deine Zeit liebe Marlen – ich bin schon sehr gespannt auf „Krähe“!

Eure Ariane

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