Azur: Eine Diebin bricht aus – Sabine Schulter

Azur: Eine Diebin bricht aus – Sabine Schulter

Azur: Eine Diebin bricht aus von Sabine Schulter

Azur: Eine Diebin bricht aus – Sabine Schulter
Eine Diebin bricht aus ist der zweite und damit letzte Teil der
Azurdilogie. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr hier. Wie immer, kann
diese Rezension Spoiler zum ersten Teil enthalten.
Taschenbuch: 313
Seiten
Verlag: Books
on Demand (1. Auflage: 9. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 3739220848
Preis Taschenbuch: 14,99€
Preis eBook:
3,99€


Klappentext
Obwohl sich Jess den Behütern anvertrauen konnte, scheint gerade dieser
Ausweg sie umso mehr in Gefahr zu bringen. Wenn Saphir erfährt, dass seine
beste Diebin eine Verräterin ist, wird er nicht zögern, den Auslöser des Giftes
zu betätigen.
Daher ist es Jess‘ und Cedrics oberste Priorität, diese permanente Gefahr aus
Jess‘ Körper zu entfernen. Allerdings kann niemand vorhersagen, ob die
Operation glücken wird oder Saphir Jess‘ angegriffenen Zustand nicht sogar
bemerkt. Aber sie weiß, dass sie Dinge losgetreten hat, vor denen sie nun nicht
zurückschrecken darf.
Um Saphir aufzuhalten, muss Jess all ihr Können aufbringen. Trotzdem schwirren
ihre Gedanken immer wieder um die Frage, ob es richtig gewesen war, sich Cedric
und den Jungs zu offenbaren. Können sie es wirklich akzeptieren, dass sie eine
Diebin ist? Und wird Cedric mit ihrem problembehafteten Wesen zurechtkommen?
Denn ihn zu verlieren, würde sie nicht verkraften…


Die Charaktere

Jess – Jessica Read, nach wie vor unsere Protagonistin und
Meisterdiebin durch ihre unglaubliche Fähigkeit in den Träumen anderer herumzupfuschen und zu klauen, hat sich nun dazu entschlossen, ihr neues Leben einzuleiten.
Dafür muss sie aber erst noch verdammt viel erledigen. Und dass das nicht immer
leicht ist, wird sehr schnell klar. Ich finde es unglaublich, wie sich Jess
während der Geschichte entwickelt. Sie ist eine starke, freiheitsliebende Frau
und Cedric tut ihr verdammt gut. Sie lernt viel von ihm und natürlich auch von
den anderen Behütern. Und trotzdem fängt ihre Vergangenheit sie scheinbar immer
wieder ein.
Cedric – Immer noch ein bisschen selbstverliebt, unverschämt und …
immer noch verdammt heiß 😉 Er ist der Typ Kerl, dem sich wohl jede Frau gerne
hingeben würde. Er hat genau das richtige Maß an Beschützerinstinkt, sein
Selbstbewusstsein ist fast schon ansteckend und seine lose Zunge kann einen ja
nur zum Lachen bringen. Ich glaube, ich habe selten einen so tollen männlichen
Protagonisten erlebt, vor allem nicht in der heutigen Jugendliteratur.
Ich möchte von den anderen Charakteren nicht zu viel verraten. Im
Endeffekt könnt ihr alles über sie in meiner ersten Rezension und während der
Blogtour lesen. Aber lasst euch gesagt sein, dass man Saphir wesentlich besser
kennenlernt.
Meine Meinung
Ich bin ja ehrlich. Ich hatte in letzter Zeit eine kleine Leseflaute.
Ich war nicht so richtig motiviert, überhaupt zu lesen. Aber ich hatte mich ja
schon (gefühlte) Ewigkeiten auf dieses Buch gefreut und es hat mich einfach
jeden Tag aufs Neue von meinem Tisch angelächelt. Also habe ich meine anderen
Bücher beendet und dann ENDLICH nach Azur gegriffen. Und … was soll ich sagen.
Ich wurde nicht enttäuscht.
Ich brauchte ungefähr einen Satz und schon hatte mich Sabines
Schreibstil wieder gepackt und mit sich gerissen. Sie schreibt einfach so
locker und flüssig und beschreibt dabei so überzeugende Charaktere, dass man
das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Es hat mich einfach, ohne mich zu
Fragen, aus meiner Leseflaute gerissen.
Man erlebt die Geschichte, wie schon in Band 1, sowohl aus Sicht von Jess,
als auch von Cedric, wobei aber keine Wiederholungen entstehen. Der Plot der
Geschichte bleibt kein bisschen dem des ersten Bands hinterher. Im Gegenteil –
ich finde, die Geschichte entwickelt sich in einem fabelhaften Tempo, das
wunderbar nachvollziehbar ist.  Dabei betrachtet
man sowohl die Sicht der Hüter, als auch die Sicht der Diebe, die durch ihre
Gabe Träume stehlen. Und nebenbei lernt man noch viel über Cedric und Jess.
Nachdem sich Jess ja am Ende von Band 1 auf Cedric einlässt, ist ihre Beziehung
zunächst noch nicht offiziell. Aber who cares. Die beiden sind einfach das
Traumpaar schlecht hin. Sie bringen eine fantastische Würze in die Geschichte.
Es stehen natürlich auch eine Menge Entscheidungen auf jeder Seite an.
Sowohl von den Hütern, als auch von den Dieben und von Jess im ganz Speziellen.
Man versteht die Entscheidungen der Charaktere und, was ich noch viel wichtiger
finde, man konnte mit ihnen lachen, lieben, weinen und verzweifeln. Cedric
macht sowieso alles wieder gut … Er ist ein Held 🙂
Wäre er ein Dieb, in meinen Träumen dürfte er gerne herumpfuschen.
Streichle dein Ego, Sabine. 5 Punkte. Schade, dass es schon vorbei ist
… aber ich weiß ja zum Glück, dass schon viel Neues auf uns wartet 😀
Eure Caro